Beiträge

Herr Dr. Müllerleile hat uns dankenswerter Weise sein Video von der Menschenkette in unserem Feldland zur Verfügung gestellt.

Das Video umfasst neben einigen Eindrücken von der Menschenkette die Redebeiträge von Jürgen Banzer, Dr. Stefan Naas, Jens Uhlig, Georg Braun und Karl-Joesf Rühl auf der anschließenden Veranstaltung auf dem Fasanenhof. 

Nochmals vielen Dank an alle unsere Unterstützer und schauen Sie sich das Video an. Es bleibt spannend und wir werden weiter mit Elan für den Erhalt unseres Feldlands kämpfen. 

 

 

Artikel aus der Taunuszeitung

 

Weiterer Artikel aus der TZ

 

Über den nachfolgenden Link kommt Ihr auf den Pressebericht der FR von der Übergabe der Petition an die hessische Landesregierung am 19.03.2010 in Wiesbaden.

https://www.fr.de/rhein-main/hochtaunus/hochtaunus-protest-gegen-stadtteil-erreicht-wiesbaden-11867486.html

 

 

 

  • Der Frankfurter Magistrat hat mit reichlich fünf Monaten Verspätung seinen ersten Bericht über die Machbarkeit des neu geplanten Stadtteils veröffentlicht.

Mit den Studien soll der Nachweis erbracht werden, dass eine Bebauung möglich ist. Da einseitig in Richtung pro Stadtteil untersucht wird, hat die Stadt als Auftraggeber natürlich großen Einfluss auf die vorgelegten Ergebnisse …

Mike Josefs Schreiberlinge kolportieren, die im Landesentwicklungsplan getroffene Abstandsregelung von 400 Metern für Hoch- und Höchstspannungstrassen sei nicht sakrosankt. 

Kommunen könnten demnach Ausnahmen von dieser Regelung beantragen. Das stimmt so nicht.

Aber das ganze Projekt ist ein riesiges Monopoly.

Auf die Interessen der direkten Anwohner, Stadtbewohner  und Landwirte wird von Frankfurter Seite wohl keine Rücksicht genommen. Es geht ums große Geld, da sollen sich alle unterordnen.

Die Natur, die Kaltluftentstehungsflächen mit besonders guten, und für die regionale Versorgung mit Lebensmitteln wichtigen Lösslehmböden, die Frischluftschneise, das Naherholungsgebiet, all dies nicht soll dem Beton-Wahn geopfert werden! Soweit darf es nicht kommen!

Hier geht es zum heute erschienenen Artikel in der FNP:

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurthessen-machbarkeit-steht-neuen-stadtteil-11848358.html

 

In dem Beitrag aus der WELT wird aufgezeigt, wie preiswerter Wohnraum geschaffen werden kann ohne wertvolle Ackerflächen und Kaltluft-Entstehungsflächen zu versiegeln! Daran sollten sich die Frankfurter Stadtplaner orientieren, wenn Sie es ernst meinen, mit der Schaffung von „günstigem“ Wohnraum!

Ohne auch nur einen Quadratmeter neues Bauland auszuweisen, könnten Städte und Gemeinden für zusätzliche 2,3 bis 2,7 Millionen neue Wohnungen sorgen, stellen die TU Darmstadt und das Pestel-Institut fest.“

„Eine effizientere Nutzung bestehender Gebäude hätte gleich drei Vorteile: Es müssen keine neuen Baugebiete am Stadtrand ausgewiesen werden, es ist keine neue Infrastruktur nötig – allenfalls der Ausbau vorhandener Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr.“

1,1 Millionen bis 1,5 Millionen Wohneinheiten könnten auf Wohngebäuden der 1950er- bis 1990er-Jahre entstehen. Diese Zahl stammt aus einer Deutschland-Studie aus dem Jahr 2015 und wurde nun ergänzt.

20.000 Wohnungen oder soziale Einrichtungen wie Kitas sind auf Parkhäusern in den Innenstädten möglich. 560.000 Wohneinheiten könnten auf Büro- und Verwaltungsgebäuden gebaut werden.

350.000 Einheiten bietet die Umnutzung leer stehender Büro- und Verwaltungsgebäude. 400.000 Wohneinheiten sind außerdem möglich durch die effizientere Nutzung von Flächen, auf denen meist eingeschossige Supermärkte stehen, umgeben von großen Parkplätzen.“

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article189533181/Umbau-Neue-Wohnungen-in-alten-Parkhaeusern-und-Bueros.html?wtrid=onsite.onsitesearch

Die FNP kommentiert in indifferenzierter Art und Weise die Aktionen der Bürgerinitiativen und verbreitet Unwahrheiten…

 

Wehrt  Euch – Leistet Widerstand!
Es geht nicht um ein romantisches, verzerrtes Weltbild von Ökoaktivisten . Es geht um den Erhalt unserer Natur als unserem wichtigsten, mit Geld nicht zu bezahlenden Dienstleister. Die Nutznießer unseres Engagement sind unser aller natürliche Ressourcen wie Luft, Wasser, Klima Boden für die bedrohten Arten und unsere Nachfahren.
Die  SPD hingegen will sich als Partei  eine Betonburg- Trabanten -Stadt als  Denkmal setzen, darum geht es ihr und sich dabei rigoros  und rückwärtsgewandt über Wasser, –  Natur – Landschaft – Klimaschutz, Tierleben und das Bürgerinteresse mit ihrem Planvorhaben hinwegsetzen und 550 Hektar Ackerflächen für immer brutal zerstören. Dagegen wehren wir uns entschieden!

„Der Stadtteil ist das Baby der sozialdemokratischen Politik“

Foto: Ulli Nissen

Foto: Ulli Nissen
Die Bürgerinitiative „Unser Heimatboden vor Frankfurt“ hat mehr als 15 000 Unterschriften gegen die Planung eines neuen Stadtteils an der A5 gesammelt. Nun äußert sich die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen mit einem klaren Statement.
Die Bürgerinitiative „Unser Heimatboden vor Frankfurt“ will „den Boden im Grenzgebiet von Taunus und Frankfurt als Fläche für Landwirtschaft und Naherholung, Klimaschutz und regionaler Nahrungsversorgung erhalten, die Bewahrung der Lebensqualität sichern und den Betonierungs-Wahn mäßigen.“ Mehr als 15 000 Unterschriften konnten sie gegen den geplanten Stadtteil Josefstadt an der A5 sammeln. Die Petitionsliste wurde an alle Landtagsabgeordneten verschickt und soll in den nächsten Tagen Ministerpräsident Volker Bouffier persönlich überreicht werden.

Jetzt äußerte sich Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen mit deutlicher Position zu dem Thema. Für sie ist klar, dass der geplante Stadtteil gebraucht und gewollt wird: „Dort sollen zurecht viele Wohnungen für niedrige und mittlere Einkommensbezieher entstehen. Es sind zehntausende Menschen auf Wohnungssuche im Rhein-Main-Gebiet. Wenn all diese Menschen für eine gegenteilige Aktion unterschreiben, dann kommen wohl weit mehr Stimmen für eine Bebauung zusammen, als die Initiative jetzt dagegen gesammelt hat.“ Die Sorge der Initiative, dass an der A5 eine Betonwüste entstehe, sei unberechtigt. „Umweltbelange können insbesondere bei der Planung von Neubaugebieten gut berücksichtigt werden“, so Nissen. Zum Beispiel könnten Autos außen vorbleiben und Dachgärten in die Planung miteinbezogen werden, ergänzte ihr Referent, Daniel Duncker-Speyer.

„Der Stadtteil ist das Baby der sozialdemokratischen Politik und gleichzeitig sehr umstritten“, so der Sprecher. Man liege mit den Bürgern aus Steinbach im Clinch. „Die sagen, sie würden die Natur schützen wollen. Im Endeffekt ist es allerdings Kulturraum, also eine landwirtschaftlich genutzte Fläche.“ Man müsse sich fragen, ob Frankfurt landwirtschaftliche Flächen brauche oder man nicht viel eher nach den Bedürfnissen des Rhein-Main-Gebiets schauen sollte. „Wir schauen aus der bundespolitischen Perspektive auf das Projekt und sehen, dass es eine wichtige Bedeutung für die Stadt hat“, so der Referent. Nissen sei überzeugt, dass beides – der Umwelt-Aspekt und das Wohnprojekt – miteinander vereinbar seien. Wenn eine Stadt in der Lage sei, einen neuen Stadtteil zu bauen, dann sei das ein riesiger Vorteil. Im neuen Stadtteil würde Wohnraum für 30 000 Einwohner geplant – darunter Mehrfamilienhäuser für Menschen mit niedrigen Einkommen. Angepeilt würden 40 Prozent geförderter Wohnraum, das müsse aber vom Planungsdezernat noch festgesetzt werden. Als Vorbild für den geplanten neuen Stadtteil könne die Wohnungspolitik der Stadt Wien dienen, so Duncker-Speyer.“

Es geht um einen Milliardenpoker !
Weiterhin – wir zeigen uns solidarisch mit den BIs des Frankfurter Aktionsbündnis die Grüne Lunge und damit verweisen wir auf das gemeinsam verabschiedete Positionspapier der Graswurzeln, der wir angehören:
 
 
 

Positionspapier der

Graswurzeln Frankfurt

Aktionsbündnis für Grün gegen Beton

Graswurzeln Frankfurt ist ein Aktionsbündnis.

Die Verbündeten sind Bürgerinitiativen (BIs) und –vereine aus Frankfurt am Main und Umgebung sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Die Initiative richtet sich gegen die aktuelle Stadtentwicklungspolitik in Frankfurt, insbesondere gegen die Bebauung weiterer Freiflächen und die Neuplanung von naturzerstörenden Wohngebieten in Frankfurt und Umgebung.

Wer sind die Graswurzeln Frankfurt?

Wir fordern den notwendigen maß- und respektvollen sowie nachhaltigen Umgang mit unserem Lebensraum. Durch die aktuellen Planungen der Stadt Frankfurt sehen wir dies gefährdet. Die Graswurzeln verstehen sich als bündelnde Kraft zahlreicher bereits aktiver Bürger und BIs. Dort, wo es Sinn ergibt, agieren die Teilnehmer gemeinsam, sprechen Aktionen ab und realisieren sie.

Grundsätze der Graswurzeln Frankfurt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen folgende Grundsätze an:

  1. Überparteilich

Alle Menschen mit demokratischen Grundwerten sind herzlich willkommen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann selbstverständlich politisch/ parteipolitisch aktiv sein – die Arbeit innerhalb des Aktionsbündnisses ist jedoch grundsätzlich unabhängig von parteipolitischen Interessen.

  1. Basisdemokratisch
    Die teilnehmenden BIs, Bürgerinnen und Bürger sind in ihren Entscheidungen, Meinungen und Handlungen eigenständig. Die Graswurzeln Frankfurt bilden ein Aktionsbündnis, in dem die Teilnehmer von der gemeinsamen Idee einer lebenswerten und an Mensch und Natur orientierten Region getragen werden.

Ziele der Graswurzeln Frankfurt

Richtungswechsel in der Frankfurter Stadtplanungs- und Baupolitik.

  1. Die Bodenversiegelung von klimarelevanten Grünbereichen, von Gärten, Wald- und Ackerflächen, Erholungsgebieten, Lebens- und Freizeiträumen muss unverzüglich gestoppt werden. Die regionale Landwirtschaft muss möglich bleiben.
  2. Kein Planen und Bauen in Gebieten, in denen Gesundheit durch Lärm, Abgase, Hochspannungsleitungen oder andere schädliche Einflüsse gefährdet wird.
  3. Keine Zerstörung von ausgewiesenen Landschafts-, Wasser-, Natur- und Klimaschutzgebieten.
  4. Herstellung einer vollständigen Transparenz von Informationen und Einsichtsrecht von Anbeginn aller Planungen innerhalb der Stadtpolitik für die Bürger.
  5. Kein Vorrang wirtschaftlicher Interessen gegenüber dem Wohlergehen der Bürger und Bürgerinnen.
  1. Die vorrangige Umwandlung leerstehender Gebäude in bezahlbaren Wohnraum sowie die Umwidmung von Industriebrachen für den Wohnungsbau.
  2. Ganzheitliches Konzept einer zukunftsorientierten Stadt, deren oberstes Ziel die Lebensqualität der Bewohner ist. Dazu gehören die Aspekte Leben, Arbeiten und Wohnen in Frankfurt, unter Berücksichtigung gesundheitlicher, kultureller sowie nachhaltiger Aspekte mit einem entsprechenden flankierenden Finanzentwurf des Haushaltplans.
  3.  Solidarischer partnerschaftlicher Umgang mit den umliegenden Gemeinden. Entzerrung des Ballungsraums zugunsten schwächerer Regionen in allen Aspekten: Infrastruktur, Arbeitsplätze, öffentlicher Personenverkehr, Mitbestimmung, Finanzausgleich. Verständnis als Solidargemeinschaft des Ballungsraums mit den Regionen.
  4. Wir fordern, dass die Bürger selbst entscheiden über die Entwicklung der Stadt. Insbesondere unterstützen wir Bürgerbegehren zur Förderung unserer Ziele.

 

Jedes Jahr gehen weltweit 10 Millionen Hektar Äcker verloren – die Fläche von 15 Millionen Fußballfeldern. Sie verwandeln sich in Ödland, das für die Erzeugung von Lebensmitteln kaum mehr taugt. Böden werden zu Wüsten, oder sie werden zubetoniert mit Straßen, Parkplätzen und Gebäuden. Allein in Deutschland werden täglich rund 60 Hektar Forst- und Landwirtschaftsareal zu Siedlungs- und Verkehrsflächen.

hier geht es zum vollständigen Artikel

https://www.zeit.de/2019/06/erdboden-erdkruste-oekosystem-bodenfruchtbarkeit-landwirtschaft?al_applink_data=%7B%22target_url%22%3A%22https%3A%5C%2F%5C%2Fwww.zeit.de%5C%2F2019%5C%2F06%5C%2Ferdboden-erdkruste-oekosystem-bodenfruchtbarkeit-landwirtschaft%22%2C%22extras%22%3A%7B%22fb_app_id%22%3A638028906281625%7D%2C%22referer_app_link%22%3A%7B%22url%22%3A%22fb%3A%5C%2F%5C%2F%5C%2F%3Fapp_id%3D638028906281625%22%2C%22app_name%22%3A%22Facebook%22%7D%7D

Die Frankfurter Neue Presse berichtet über unsere Veranstaltung!

https://www.fnp.de/frankfurt/buergerinitiative-landet-ersten-coup-gegen-geplanten-frankfurter-stadtteil-josef-sta-11447560.html

Minimale Neuversiegelung

Den wenigen verbleibenden Bauern wird der landwirtschaftliche Boden förmlich unter den Füßen weggezogen. Diese Familien sind über Generationen in der Region verwurzelt. Sie haben aus der Zeitung erfahren, dass man ihnen nicht nur ihr Land wegnehmen möchte, sie verlieren auch ihre Existenz.

Die Stadt Frankfurt geht nicht nur über die Bürgerinteressen hinweg. Sie hält es auch nicht für nötig mit den Betroffenen zu sprechen. Daher ergreifen wir das Wort und treten ein für unser Feld und unsere Böden.

Weltweit sind die ertragreichsten Böden die Schwarzerde und die Lösslehmböden, aufgrund ihrer besonderen Eigenschaft sind sie in der Lage auch bei extremen Wetterbedingungen, wie Trockenheit oder Staunässe der Pflanze dennoch Grundlage für ein gesundes Wachstum zu ermöglichen.


BROT STATT BETON

# Umnutzung, Wiederverwendung von versiegelten Flächen
# Flächensparende Verbauungsformen
# Leerstandskataster, Innen- vor Außenflächen

Schon heute benötigt Deutschland mehr als das Zweifache seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche um die derzeitige Einwohnerzahl gegenwärtig mit Lebensmitteln versorgen zu können. Derweil wird täglich die Fläche von 70 Fußballfeldern versiegelt und somit der landwirtschaftlichen Nutzung für immer entzogen. Problematischerweise meist auf den ertragreichsten Böden, da sich dort seit Menschengedenken die Menschen angesiedelt haben. Das einzige Gut, das nicht vermehrbar ist, ist unser Boden. Einmal mit Beton versiegelt, ist es fast unmöglich, dessen Funktion wiederherzustellen.

„Natürlich gewachsener Boden kann durch Entsiegelung nicht wieder neu hergestellt werden“

In Hessen gibt es Böden dieser Güte nur in der Wetterau, bis nach Frankfurt und eine kleine Fläche bei Kassel. Landwirtschaftliche Berater staunen immer wieder, wenn sie in diese Gebiete fahren dürfen. Durch die Anordnung der Korngrößenzusammensetzung des Lösslehmbodens kann er zum Beispiel Wasser optimal speichern und der Pflanze zur Verfügung stellen. Die Regionale Nahversorgung ist in den letzten Jahren immer stärker in den Mittelpunkt der Nachfrage gerückt. Auf diesen Böden lässt sich fast alles anbauen, heute Futtermittel für die Nutztiere und morgen Getreide oder Gemüse.


Textauszug aus der Broschüre:

Feld statt Beton! Erheben Sie Ihre Stimme #ProHessen
Projektidee und Kreation – Feldpartisan

 

In dem folgenden Artikel aus dem „europaticker“ zum Weltbodentag wird auf die immense Bedeutung der Böden für eine nachhaltige Zukunft eingegangen. Die Probleme, die dort aufgezeigt werden, betreffen in vollem Umfang uns alle. Absolut lesens- und beachtenswert!

 

http://www.umweltruf.de/2018_PROGRAMM/news/news3.php3?nummer=8140&fbclid=IwAR2kvS6B0msqhu4FAejF5gC2IaOklSvyiNDm972EREOVc1SBofzP68ozWNA

Stoppt den Flächenfraß

 

Neubaugebiete bedingen einen enorman Flächenverbrauch. Diese extensiven Eingriffe in die Natur führen zu einer Zerstörung von Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt. Im Falle des neu geplanten Baugebiets im Frankfurter Nordwesten entfallen für die Stadt besonders wertvolle Klimazonen wie Kaltluftenstehungsflächen, Landschafts-, Natur-, Wasser- und Tierschutzgebiete. Gleichzeitig werden mit der Bebauung von 550 Hektar Offenflächen beste Ackerböden unwiederbringlich zerstört.

 

MEHR STADT IN DER STADT

#Nachverdichtung – Potential in Frankfurt sehr hoch
#Kreative Architektenentwürfe
#Mehr urbane Dichte umgeben von großen Offenflächen statt Siedlungsbrei mit Pocket-Parks

Als bessere Lösung zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums bietet sich daher eine maßvolle Nachverdichtung bereits bewohnter Flächen in den Stadtteilen selbst an.

München ist die dichtest besiedelte Stadt. Im Vergleich zu München, wo 4.400 Menschen auf einem km2 leben, liegt diese Kennziffer in Frankfurt nur bei der Hälfte. Auf bestehender Fläche könnte Frankfurt ohne weitere Versiegelung von Böden und Ackerland sich von der Bevölkerungsanzahl verdoppeln, deshalb stimmen Sie gegen das geplante Bauvorhaben der Stadt Frankfurt zum neuen Stadtviertel an der A5!

Textauszug aus der Broschüre:
Feld statt Beton! Erheben Sie Ihre Stimme #ProHessen
Projektidee und Kreation – Feldpartisan

Heute starten wir mit einer Reihe von Beiträgen, die wir Anfang des Jahres zusammengetragen und den Mitgliedern des Regionalverbands, in Form einer Broschüre und mit persönlichem Anschreiben, zur Verfügung gestellt haben. Wir freuen uns Ihnen allen nun die Inhalte sukzessive zur Verfügung stellen zu können. 

Wachstum, Wachstum über alles?

Wir alle leiden unter den Folgen der menschlichen Selbstüberschätzung, Technikgläubigkeit, Skrupellosigkeit. Wie lange wollen wir das alles noch mittragen? Wie können wir uns bessern und Abhilfe schaffen?

Fangen wir doch am besten direkt bei uns vor der „Haustüre“ an.

Um Wachstum zu steigern möchte die Stadt Frankfurt mit ihren Plänen nicht nur Landschaftsschutzgebiete und wertvolle Agrarflächen unwiederbringbar zerstören, es soll auch in uns all das verdrängt werden, was wir über die Endlichkeit und die Verletzbarkeit unseres Planeten gelernt haben. Wir alle leben schon auf einen viel zu großen Fuß.

Unsere Empfehlung an die Stimmberechtigten im Regionalverband: Votieren Sie gegen die Bebauung und lehnen Sie die Planungen des Frankfurter Magistrats ab!

Wir schulden dies unseren Kindern und künftigen Generationen!

Es ist nicht entscheidend, was ich heute geerntet habe.

Es ist entscheidend was ich für morgen gesät habe.

 

PRO HESSEN

Gegen den Flächendraß
Für die künftigen Generationen
Für den Wandel: Bitte stimmen Sie gegen das Planvorhaben der  Stadt Frankfurt

 

BITTE ERHEBEN SIE IHRE STIMME FÜR

  • Die abgehängten ländlichen Regionen
  • Gegen die Expansion der Städte
  • Für die polyzentrische Struktur
  • Für den kommunalen Finanzausgleich
  • Die Nachverdichtung innerhalb von Städten
  • Die Frischluftzonen und Kaltluftzufuhrschneisen
  • Für den Erhalt der Landschaftsschutzgebiete
  • Für den Erhalt der wertvollen Böden
  • Für den Erhalt der Naherholungsflächen
  • Für eine kritische SEM Betrachtung
  • Gegen ein Wohnen an der Autobahn A 5
  • Für eine moderne Stadtplanung
  • Für die Abstandswahrung der Hochspannungsleitungen in Wohngebieten

Textauszug aus der Broschüre:
Feld statt Beton! Erheben Sie Ihre Stimme #ProHessen
Projektidee und Kreation – Feldpartisan!

Während es in den Großstädten an Wohnungen mangelt, veröden Dörfer im ländlichen Raum. Ein Aktionsbündnis von 22 Verbänden und Organisationen möchte das ändern.

https://www.facebook.com/114486735942939/posts/287437688647842/

 

Der Hambacher Forst ist überall!

Die ungehemmte Versiegelung von Flächen und der Raubbau an der Natur, wie dies derzeit aktuell im Hambacher Forst zu beobachten ist, sind eine erhebliche Last, die wir uns und den nachfolgenden Generationen aufbürden. Der Uhrzeiger steht schon bedenklich nahe an der Zwölf. Trotz alledem verschwenden wir unaufhörlich wertvolle Ressourcen, verpesten die Luft mit Schwefeldioxid (SO2) und Kohlenmonoxid (NOX) und versiegeln für die Nahrungsmittelproduktion besonders wertvolle Böden. Anstatt uns an den Schönheiten der Natur zu erfreuen und das Werk der Schöpfung zu hegen und pflegen, bedienen wir uns ungeniert der vorhandenen Ressourcen, bis diese aufgebraucht oder unwiederbringlich zerstört sind.

Der Hambacher Forst von Frankfurt liegt im Nordwesten der Stadt! Die Frankfurter Stadtplaner wollen dort die landwirtschaftlich genutzten Böden höchster Qualität ohne Rücksicht auf Verluste einer Retortenstadt, durchzogen von der A5, zwei Starkstromtrassen und einer Hauptgasleitung, opfern.

Den Frankfurter geht es dabei allein um den schnöden Mammon. Ohne Rücksicht auf die umliegenden Kommunen wollen sie ihre Großstadtambitionen durchsetzen. Fordern mehr vom Steuerkuchen für sich selbst, Zapfen den Leuten im Vogelsberg und im hessischen Ried deren Wasser ab und nehmen auch sonst keine Rücksicht auf die Anliegen angrenzender Städte und Gemeinden. Versorgen können Sie sich schon lange nicht mehr alleine. Auf dem Rücken der anderen Kommunen, ohne deren Ressourcen in Frankfurt gar nichts ginge, wollen Sie weiterhin ungehindert wachsen. Ihr veraltetes Credo lautet: Wachsen, Wachsen Wachsen! Und auch nicht ganz neu: Beton, Beton, Beton.

Bauunternehmer werden hofiert und deren Parteispenden gerne angenommen. Die Bürgerinteressen vertritt das Stadtparlament allenfalls am Rande. Die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG dient allein der Finanzierung des defizitären Haushalts. Wohnungen werden gewinnbringend verkauft, die Mieten liegen weit über denen gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaften. Auch ist Nachhaltigkeit den Frankfurter Politikern ein Fremdwort.

Von daher rufen wir alle Bürger Frankfurts und des Umlands auf, unsere Bürgerinitiative zu unterstützen und unsere Petition gegen die Baupläne im Nordwesten Frankfurts zu unterzeichnen.

Stoppt den Landfraß, stoppt den ungehemmten Ressourcenverbrauch, stoppt die Bebauung der Frischluftschneiseße, wehrt Euch gegen eine Trabantenstadt links und rechts der A5, die keine Rücksicht auf die Gesundheit der Bürger nimmt. Die Belastungen durch Elektrosmog, Feinstaub, NOX und SO2 sind viel zu hoch, als dass man dort mit gutem Gewissen Wohnungen bauen kann.

Stoppt den Unsinn, wehrt Euch gegen die Zerstörung der Natur und gegen uneinsichtige Politiker!

Der folgende Artikel mit Karl-Josef Rühl als Interviewpartner wurde gestern in der FNP veröffentlicht!

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Heimatboden-Mitbegruender-Josef-Ruehl-Unsere-Boeden-sind-zu-wertvoll;art675,3059633

 

 

Viele geben bei Wahlen ihre Stimme nicht mehr ab. Fehlendes Vertrauen in Politiker, das Gefühl nicht mehr gehört zu werden und Resignation sind die Gründe, dass viele sich nicht mehr für Politik interessieren. Die Gewährleistung der Bürgerrechte gehört zu jeder Demokratie dazu. Wir setzen uns aktiv für den Erhalt des Feldes ein – für Natur- und Umweltschutz – wir möchten den öffentlichen Dialog führen, wie wir gemeinsam leben möchten.

Überall in Deutschland wird ständig gebaut: Straßen, Wohnungen, Industriegebiete. Bodenschützer fordern, den Flächenverbrauch zu stoppen.

Überall in Deutschland wird ständig gebaut: Straßen, Wohnungen, Industriegebiete. Bauen ist ein Ausdruck von Wachstum, von Erfolg einer prosperierenden Region – ohne Weitsicht.

Und weil neue Infrastruktur neue Möglichkeiten bietet, zieht sie weitere Menschen an, so dass scheinbar immer weiter gebaut werden muss. Wie eine Bremse für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung scheint da die Forderung von Bodenschützern, den Flächenverbrauch zu stoppen. Sie warnen schon lange vor der anhaltend starken Versieglung unserer Böden und kritisieren, dass bei den Bauentscheidungen, die zum Verlust von Böden führen, häufig nicht deren wichtige Funktionen bedacht werden.

Auszug aus der Sendung am Do, 21.6.2018 | 22.00 Uhr, SWR Fernsehen, jetzt anschauen:

https://www.swr.de/odysso/bodenversiegelung/-/id=1046894/did=20199496/nid=1046894/hqox96/index.html

Weitere Sendetermine

Fr, 22.6.2018 | 5:15 Uhr | SWR Fernsehen

So, 24.6.2018 | 10:45 Uhr | SWR Fernsehen

und in den anderen verbundenen Sendern.

Ein  aktueller Beitrag aus der Tageszeitung „die Welt“ vom 22.05.2018 zum Thema Wohnungsneubau

 

Der Wohnungsbau in Deutschland boomt wie lange nicht mehr. Trotzdem ist die Not so groß, dass in Berlin wieder Häuser besetzt werden. Schuld ist auch eine Stadtplanung, die nicht an Menschen denkt.

Deutschland braucht massenweise neue Wohnungen. Und die Immobilienbranche feuert aus allen Rüsseln der Betonmischer. Bundesweit, so das Unternehmen BNP Paribas Real Estate, seien bereits 7,99 Milliarden Euro in Wohnungsbestände investiert worden – eine Marke, die bisher nur einmal in zehn Jahren geknackt werden konnte.

Insgesamt habe man für die Erhebung „über 80 Deals mit zusammen knapp 64.000 Wohneinheiten“ auswerten können. Dabei habe sich gezeigt, dass der durchschnittliche Preis pro Verkaufsfall „bei gut 96 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum“ gelegen habe. Ein Bombengeschäft.

Aber eine Frage lassen die Geschäftsleute offen. Wie das alles aussieht, was auf diese Weise entsteht, ist dem Branchendienst keine Rede wert. Der Druck, unter dem die Wohnungswirtschaft steht, sorgt dafür, dass es nach Jahren des „schöner Wohnens“ nur noch um Quantität statt um Qualität geht.

So will die neue GroKo die Wohnungsnot mindern
So will die neue GroKo die Wohnungsnot mindern

Copyright: WELT/Larissa Keller

Anschauungsunterricht dafür bietet in der Tat die neueste Ausgabe des „Deutschen Architektenblatts“ (DAB 05.2018) mit einer Blütenlese jüngster Beispiele neu geschaffener städtischer Wohnkultur. Was diese „Deutschlandreise zu vorbildlichem preiswertem Mietwohnungsbau“ zutage bringt, kann den Freund schöner Neubauten nur erschrecken. Wenn das Zentralorgan der deutschen Architekten meint, mit seiner Auswahl tatsächlich aufzuzeigen, „was derzeit bundesweit möglich ist, ohne an Architekturqualität zu sparen“, dann ist den Baugestaltern jeder Instinkt für die Wohnwünsche breiter Schichten der Stadtbevölkerung abhandengekommen.

Spätestens seit der Internationalen Bauausstellung Berlin 1984/87 weiß man, dass man mit Siedlungen und Gartenstädten keine großstädtische Mitte gestalten kann. Ebenfalls schon 22 Jahre ist es her, dass der deutsche Bauminister Klaus Töpfer von der Habitat-Konferenz aus Istanbul mit der Erkenntnis zurückkam, dass das „Leitbild urbaner Entwicklung“ für Deutschland nur die „Stadt der kurzen Wege“ sein könne – nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus sozialen Gründen.

Denn, so Töpfer: „Geringe Distanzen und Mischung städtischer Funktionen sind eine wichtige Voraussetzung, um soziale Integration und gesellschaftliche Stabilität in den Städten zu gewährleisten.“ 2007 bekräftigten die Europäer dann ihr Bekenntnis zu genau diesem Leitbild in ostentativer Abkehr von der stadtfeindlichen Charta von Athen (1933/44) in der neuen „Leipzig Charta für die nachhaltige europäische Stadt“. Um diesem Klärungsprozess die Krone aufzusetzen, fügten die Deutschen vor einem Jahr dem Baugesetzbuch noch eigens das „Stadtquartier“ als zentralen Stadtbaustein hinzu.

Dem Land droht eine Zerstörungswelle

Und was kehrt davon in den Vorzeigebeispielen der Bundesarchitektenkammer wieder? Nichts. Wenn das repräsentativ für den von der deutschen Bundesregierung mit Milliardenaufwand angeschobenen massenhaften Wohnungsneubau sein sollte, droht dem Land eine Zerstörungswelle wie durch den Wiederaufbau nach dem Krieg.

Die ehrenwerten Erkenntnisse der städtebaulichen und planerischen Forschungsinstitute, die ganze Bibliotheken füllen und den Steuerzahler alljährlich Millionenbeträge kosten – alles Makulatur. Präsentiert wird Siedlungsbau, wie in des seligen Frankfurter Stadtbaurats Ernst May von Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit gebeutelten Zeiten. Aber aus noch so vielen Siedlungen wird keine Stadt.

Das ist keine Frage fehlender Finanzmittel, sondern falscher oder fehlender Konzeptionen. Denn die erst vor hundert Jahren erfundene Siedlung weiß mit den Qualitäten des Städtischen nichts anzufangen. Sie vernachlässigt das, was Städte für Zuzügler attraktiv macht, was gerade deshalb die Preise für Wohnungen in den begehrtesten Vierteln explodieren lässt – mit der schlimmen Kehrseite, dass Altmieter der hoffnungslosen Konkurrenz der neuen Städter ausgeliefert, die Infrastrukturnetze noch mehr ausgeweitet und damit der Ressourcenverbrauch, die Flächenversiegelung, der Verkehr weiter in die Höhe getrieben werden. Keine dieser Einsichten findet in den Vorzeigebeispielen für einen neuen Massenwohnungsbau Berücksichtigung.

Hausbesetzer protestieren gegen Wohnungsnot
Hausbesetzer protestieren gegen Wohnungsnot

Copyright: WELT/Christin Brauer

Sieht man die Beispiele im Einzelnen durch, so fällt die Radikalität auf, mit der dieser neue Städtebau den für die Stadt so wichtigen öffentlichen Raum flächenhaft zerstört. Man setzt nicht auf städtische Bautypologien wie die Blockrandbebauung, sondern erneut auf vorstädtischen Zeilenbau, nicht auf Parzellenbebauung, sondern Kompaktvergabe ganzer Areale an ein und denselben Bauherren, nicht auf die Trennung von öffentlichen und privaten Räumen, sondern auf fließende Räume ohne jegliche Fassung.

Niemand weiß mehr, was an einem Gebäude vorn und was hinten ist, wo eine Straße anfängt und wo sie endet, was ein Eckhaus ist und wo sich ein Platz öffnet, ob man sich im Zentrum oder am Rand befindet. Was da entsteht, sind Wohn- und Schlafregale, die jegliche Ausstattung mit Elementen der Differenzierung, der Hierarchisierung und ortstypischen Qualifizierung vermissen lassen.

Wie hier eine soziale Mischung, erst recht eine Mischung der Funktionen zustande kommen soll, bleibt das Geheimnis der beteiligten Investoren, Wohnungsgesellschaften und Planer. Die tausendfach beschworene, zum Zukunftstyp erhobene „Stadt der kurzen Wege“ – hier ist sie verraten.

Abweisend und unnahbar

„In den Sechzigerjahren,“ so schrieb der große Vordenker einer zeitgemäßen Stadtgestaltung, Josef Paul Kleihues vor nun schon 30 Jahren, habe man nichts als Schlafstädte geschaffen. Er nannte es „typisch für die zwischen Konvention und Moderne schwankende Ratlosigkeit dieser Zeit“. Bei dieser Ratlosigkeit ist der Städtebau wieder angekommen – und damit um ein halbes Jahrhundert zurückgefallen. Wenn Architekten das für beispielhaft dafür erhalten, „wie bezahlbarer Wohnungsbau gelingen kann“, sind die Begriffe für das, was wirklich zeitgemäß ist, verloren gegangen.

In der realen Begegnung mit den neuen Wohncontainern wird sich dem Publikum ein ganz anderer Eindruck aufdrängen. Die als aktuelles Bild einer neuen, auf die Wohnbedürfnisse breiter Schichten ausgerichtete Stadt, die sicher nicht als Landidyll oder Käfighaltung gedacht ist, gibt sich abweisend und unnahbar. Da werden die Sockelgeschosse so hochgezogen, dass sogar noch die Kellerfenster in Kniehöhe aus der Fassade schauen. Da werden die monotonen Fassaden durch schiefsitzende Balkone oder im Zickzack geführte Betongesimse vermeintlich „aufgelockert“, in Wahrheit verkrüppelt.

Da werden meterhohe Betonkästen, in die ein paar Kräuter hineingepflanzt sind, vor die Fassaden gestellt, um den Spaziergänger nur nicht zu nahekommen zu lassen, sondern auf den Gehsteig zurückzustoßen. Da wird das gesamte Erdgeschoss in eine Abstellfläche für Autos umgewandelt, über der dann erst die mit mächtigen Brüstungen wie mit Panzersperren umgürteten Wohngeschosse des beschönigend so genannten „Terrassenhauses“ obendrauf sitzen.

Was solche Objekte mit den Menschen machen, die täglich daran vorbeigehen, scheint nicht ins Gewicht zu fallen. Dort, wo sich das städtische Haus jahrhundertelang zur Straße hin öffnete, wo es mit den Passanten kommunizierte, sie in Geschäfte oder Gaststätten einlud oder mit gepflegten Vorgärten zu beglücken suchte, wendet es ihnen jetzt Verschanzungen und Barrieren zu und glotzt sie aus den Scheinwerfern und Rücklichtern der Pkws von Wohnungsinhabern an.

Für das wichtige Kleingewerbe, den zu neuer Bedeutung gelangten Tante-Emma-Laden, die Kneipe, das Designerbüro, die Hightechschmiede ist in solcher Monostruktur kein Platz mehr. Man könnte meinen, Stadtplaner Architekten und städtische Verwaltung hätten 40 Jahre Städtebaudebatte verschlafen.

Auf den Wohnungsmarkt kann sich das nur verheerend auswirken. Der Druck auf die angesagtesten Stadtviertel wird weiter zunehmen – trotz Mietbremse, Baukindergeld und gezielter Vergabe immer größerer Grundstücke an Wohnungsgesellschaften, die es so preiswert wie möglich machen sollen. Denn die Preise sind eine Sache der Nachfrage, und die Nachfrage gilt nicht den Schrumpfformen des berüchtigten Plattenbaus, wie sie hier wiederauferstehen, sondern den lebensvollen Stadtquartieren mit Nutzungsmischung und kurzen Wegen, wie sie die gründerzeitliche Stadt ihren Bewohnern bis heute anbietet.

Auf eklatante Weise hat das soeben die jüngste, neunte „Konferenz zur Schönheit und zur Lebensfähigkeit der Stadt“ in Düsseldorf bestätigt, das einzige Forum für Architekten und Stadtplaner in Deutschland, auf dem es um mehr als nur um das Bauvolumen geht. An die Spitze hatten die Veranstalter, die Leiter des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne, ihre berühmten zehn Grundsätze des Städtebaus gestellt: Engmaschiges Netz, Trennung öffentlicher und privater Räume, Formulierung des öffentlichen Raums durch Fassaden, des privaten Raums durch Höfe, Multifunktionalität, soziale Vielfalt und Integrativität, das Haus (die Parzelle) als kleinster Baustein, Typologien von langfristiger Nutzbarkeit, Quartiere mit Wiedererkennbarkeit, von bautechnischer Solidität.

Dann schloss sich die Kür von sieben Städten an: Dortmund, Freiburg, Regensburg, Bochum, Frankfurt am Main, Paderborn und Köln. Sie sollten am Beispiel jüngster Projekte zeigen, wie sie, jede auf ihre Weise, eine „Heimat Stadtquartier“ gestalten.

War es die falsche Auswahl, ein Missverständnis, ein Versehen? Die Referate der kommunalen Gesellschaften enttäuschten. Kaum eine einzige konnte ein Beispiel präsentieren, das den Anforderungen an einen nachhaltigen, zukunftsfähigen, funktionsgemischten, integrativen Städtebau genügt. Die Projekte, alle auf finanzieller Sparflamme ausgebrütet, zeigten das übliche Klötzchengeschiebe und Bandwurmzeilen auf der grünen Wiese – von den Referenten mit stolz geschwellter Brust präsentiert als „neuer Städtebau“, mit dem die geforderte Billigbauweise realisiert sei.

Wie kann Stadt zur Heimat werden?

Ist es wirklich das, was im Wohnungsbau heute angesagt ist? „Was hier entsteht, ist Siedlung, nicht Stadt“, rügt der Schweizer Stadtplaner Jürg Sulzer. Man könne nicht einfach nur Häuser zusammenschieben. „Stadt funktioniert nur, wenn der öffentliche Raum geplant wird.“ Sulzer verweist auf den übergreifenden sozialen Auftrag des Städtebaus, der in kaum einem der neu entstehenden deutschen Massenquartiere eingelöst sei.

„Wir müssen zur Ensemble-Bildung kommen, Raumgeborgenheit und Identität schaffen, Stadtraum und Baublock miteinander vernetzen. Wir müssen die Zusammengehörigkeit stärken, die persönliche Vertrautheit fördern. Nur so kann Stadt Heimat werden.“

Hatte man nicht genau das schon vor 30 Jahren gewusst? Der Leiter der berühmten „Altbau-IBA“, Hardt-Waltherr Hämer, den viele den „Retter von Kreuzberg“ nennen, hatte am Ende auch der damals als epochemachend gefeierten Bauausstellung bilanziert: „Zu den Vorzügen des Ortes zählt nun – ganz überraschend – auch die alte scheinbar antiquierte Kreuzberger Mischung von Wohnbebauung, Gewerbe- und Fabrikräumen und Remisen. Sie bietet eine nahezu ideale Voraussetzung für Urbanität. Sie erlaubt, dass moderne und traditionelle Lebensformen in Toleranz nebeneinander existieren: Neue Hightech- und Computer-Produktion, qualifiziertes Handwerk. Jeder Block hat seine Individualität. Die bauliche Mischung von Wohnen und Arbeiten in Kreuzberg ermöglicht das Zusammenleben von Jung und Alt, Deutschen und Türken, Handwerk und Hightech – mit kleinteilig organisierten Schulen, Kindergärten, Läden und kulturellen Freiräumen mittendrin.“

Sieht man sich 30 Jahre später an, was die Erben dieser Erfahrungen daraus gelernt haben, vermitteln die Produkte des Baubooms von 2018 ein niederschmetterndes Bild. Das Vertrauen in die Gestaltungskraft der deutschen Architekten ist zerrüttet. Um banalste Renditeprojekte über die Hürden zu bringen, suchen inzwischen immer mehr Stadtpolitiker, kommunale Wohnungsgesellschaften und Privatinvestoren Zuflucht bei Bürgerbefragungen, wo doch für jeden sonnenklar ist, dass aus 500 egoistischen Einzelwünschen, die sich widersprechen, gegenseitig ausschließen oder von vornherein utopisch sind, niemals Stadt werden kann.

Was waren das doch für Zeiten, als es den gründerzeitlichen Bauherren gelang, Millionen vom Land und aus den Ostgebieten in die Städte strömende Landarbeiter und Kleinbauern in den explosionsartig wachsenden Großstädten zu beheimaten! Ohne „sozialen Wohnungsbau“, ohne staatliche Fördermilliarden und ohne einen einzigen „Bürger“ zu „befragen“, haben sie es verstanden, ganze Städte und Stadtquartiere in einem Baustil, einer Qualität und Mannigfaltigkeit zu errichten, die auch noch nach 120 Jahren Staunen erwecken und Wohnungssuchende so begeistern, dass sich die Vermieter vor Wohnungsinteressenten kaum retten können. Was war nur ihr Geheimnis?

Empfehlungen der Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt

In seinem Stratediepapier aus dem Jahr 2009  hat das KBU  bereits wegweisende Empfehlungen veröffentlicht.

Zum verbesserten Schutz fruchtbarer Böden schlägt die KBU deshalb vor,

• dass Forst- und Landwirtschaft auf der einen sowie Umwelt- und Naturschutz auf der anderen Seite in einer neuen Qualität kooperieren müssen,

• dass bundesweit alle besonders fruchtbaren Acker- und Grünlandböden mit einer auf wissenschaftlicher Grundlage definierten Acker- oder Grünlandzahl grundsätzlich unter Schutz gestellt und nicht mehr angetastet werden5,

• dass darüber hinaus auch wertvolle, aus regionaler Sicht ertragsfähige Böden unterhalb dieser Schwelle geschützt werden (z.B. die weiteren 50 % besten Böden eines Bundeslandes oder einer Region unterhalb der zu definierenden Acker- und Grünlandzahl),

• dass neue Schutzgebietskategorien im Sinne besonderer ‚Bodenschutzflächen’ (Vorrangflächen) zur Sicherung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit bzw. der natürlichen Bodenfunktionen im Bundes-Bodenschutzgesetz oder im Bundesnaturschutzgesetz eingeführt werden,

• dass der § 21 (3) BBodSchG explizit um eine Klarstellung ergänzt wird, die auf die Möglichkeit zur Ausweisung von Bodenschutzgebieten

o auch zur dauerhaften Sicherung von Böden hinweist, die in besonderem Maße die natürlichen Bodenfunktionen erfüllen,

o auch zum Schutz vor einer die natürlichen Bodenfunktionen beeinträchtigenden Flächeninanspruchnahme und Bodenversiegelung durch Siedlungen und Verkehr hinweist.

Den vollständigen Bericht finden Sie auf der Homepage des Umweltbundesamtes.

Vor beinahe zehn Jahren hat man bereits erkannt, das es so nicht weitergehen kann. Auf unsere Böden treffen alle diese Faktoren zu.

Frankfurt und das Umland können sich nicht einfach darüber hinwegsetzten! Die Böden müssen für die regionale Versorgung und die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben!

 

Flächenverbrauch in Deutschland und Strategien zum Flächensparen

Die Zielvorgaben des Umweltbundesamtes werden in Frankfurt offensichtlich nicht wahrgenommen!

Um den Klimawandel abzumildern müsste der Flächenverbrauch aber bereits viel früher auf netto null reduziert werden! 

Was bedeutet Flächenverbrauch und was steckt hinter dem 30-Hektar-Ziel

Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Jahr 2014 wurde täglich eine Fläche von 69 Hektar neu ausgewiesen – meist zulasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden. Das entspricht etwa der Größe von ca. 100 Fußballfeldern.

Ökologisch wertvolle Flächen werden in Bauland und Standorte oder Trassen für Infrastrukturen wie Kläranlagen, Flugplätze, Straßen oder Bahnlinien umgewidmet. Negative Umweltfolgen sowie schädliche städtebauliche, ökonomische und soziale Auswirkungen sind unausweichlich.

Ziele zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme

Die Bundesregierung hat sich deshalb im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf 30 Hektar pro Tag zu verringern. Im Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2003 lag der Flächenverbrauch noch bei 120 Hektar pro Tag.

Darüber hinaus fordern der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE), der Rat der Sachverständigen für Umweltfragen (SRU) sowie der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), spätestens zum Jahr 2050 die Inanspruchnahme neuer Flächen auf null zu reduzieren.

Die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU) hat darüber hinaus im Rahmen des Positionspapiers „Flächenverbrauch einschränken – jetzt handeln“ einen Vorschlag unterbreitet, wie das 30-Hektar-Ziel der Bundesregierung auf die Bundesländer verteilt werden könnte. Inzwischen haben sich fünf Bundesländer für das Jahr 2020 adäquate quantitative Ziele gesetzt, die zum „30-Hektar-Ziel“ beitragen.

Um überprüfen zu können, ob sich die tatsächliche Entwicklung in Richtung „30-Hektar-Ziel“ bewegt, hat das UBA für das Jahr 2010 ein Zwischenziel von 80 Hektar und für das Jahr 2015 ein Zwischenziel von 55 Hektar pro Tag gesetzt. Wie die Abbildung zeigt, nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche vor der Jahrtausendwende um gut 129 Hektar pro Tag zu. Seither hat sich der Anstieg des Flächenverbrauchs für Siedlungen und Verkehr deutlich verlangsamt. Das UBA-Ziel für das Jahr 2010 von 80 Hektar pro Tag wurde für die Einzeljahre 2009, 2010 und 2011 unterschritten, jedoch wurde das Ziel im Vier-Jahres-Mittelwert von 2007 bis 2010 verfehlt.

Insgesamt sind die Inanspruchnahme immer neuer Flächen und die Zerstörung von Böden auf die Dauer nicht vertretbar und sollten beendet werden. Angesichts global begrenzter Landwirtschaftsflächen und fruchtbarer Böden sowie der wachsenden Weltbevölkerung ist der anhaltende Flächenverbrauch mit all seinen negativen Folgen unverantwortlich. Dies gilt auch und besonders mit Rücksicht auf künftige Generationen.

In der Abbildung ist zu sehen, wie viel Hektar Fläche in Deutschland täglich in den Jahren 1993 bis 2015 für Siedlungs- und Verkehrsflächen neu belegt wurden. Während im Jahr 2000 129 Hektar pro Tag verbraucht wurde, waren es 2015 nur 66 Hektar pro Tag.

Jetzt mit helfen, den Flächenverbrauch zu bekämpfen: Keine neuen Versiegelungen zulassen !

Vor der eigenen Haustür , auch in Frankfurt, tobt der Kampf um Lebensraum. 

Ihr alle entscheidet mit, ob er schon verloren ist.

 

Quelle: BUND

Wir appellieren an alle Verantwortlichen:
Stimmen Sie gegen das geplante Bauvorhaben der Stadt Frankfurt im Frankfurter Nordwesten!
Auf 550 Hektar will sich die Stadt Frankfurt dort rigoros über Landschaftsschutz, Naturschutz, Klimaschutz, Tierleben und Bürgerinteressen hinwegsetzen und wertvollste Böden für immer versiegeln!

Städtebauliche Planungen, die sich um ein gesundes Klima, die Artenvielfalt in der Stadt, aber auch um Handlungsfelder der Daseinsvorsorge in ländlichen Regionen und Integration kümmern, werden immer wichtiger und gehen uns alle an!

Durch aktive Beteiligung kann die Stadtentwicklung durch die Bürger nachhaltig mit gestaltet werden!

Ein weiter Aspekt, der bisher nur wenig Beachtung der Planer findet: Von den Bewohnern der Stadtviertel wird der Wohnwert im Falle einer maßvollen Nachverdichtung wesentlich höher eingeschätzt als in einem Neubaugebiet!