Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

das Bundeszentrum für Ernährung hat folgenden Warnhinweis in Bezug auf die Vernichtung bzw. Versiegelung von Böden auf seiner Webseite veröffentlicht.

Unsere Ackerböden dürfen nicht zerstört werden. Sie sind vor allem eine existentielle Grundlage für unser Leben und unsere Ernährung!

Der Einsatz unserer Initiative gegen die Versiegelung unserer Böden durch die sogenannte “Josefstadt”,
einen vom Frankfurter Baudezernat gewünschten, großen neuen Stadtteil  im Frankfurter Nordwesten hat – bis auf die unselige Römerkoalition unter der Führung vermeintlich ach so “grüner” Politiker –
eine weitere und prominente Unterstützung bekommen. Das Bundeszentrum für Ernährung warnt in seinem Artikel

https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/unser-ackerboden/

Unser Ackerboden:
Lebensgrundlage, Nahrungsquelle, Kohlenstoffspeicher (CO2)

Wir brauchen unsere Äcker. Denn sie ernähren uns. Und sie können den Klimawandel bremsen. Die Frage, wie wir unsere Böden schützen können, geht uns alle an.

  • 90 Prozent unserer Lebensmittel wachsen auf Böden. Sie sind nach den Ozeanen der zweitgrößte Kohlenstoffspeicher der Erde. Doch unsere Böden stehen unter Druck.
  • Unsere Böden schützen, das heißt weniger Baugebiete, eine nachhaltige, humusfördernde Landwirtschaft, weniger Lebensmittelverluste und mehr pflanzliche und vollwertige Lebensmittel auf unseren Tellern.
  • Die „4 per 1000“-Initiative setzt sich dafür ein, dass wir weltweit Humus aufbauen und CO2 binden.

Die Vereinten Nationen, der Weltklimarat und die deutsche Bundesregierung sind sich einig:

Gesunde Böden dienen der Nahrungssicherheit, sind eine Basis unseres Wirtschaftssystems und können vor einer globalen Klimakatastrophe schützen.

Ohne unser Ackerland gäbe es keine Grundnahrungsmittel wie Getreide, Obst, Gemüse und Fleisch und auch keine Genussmittel wie Wein, Tabak und Kaffee.

Doch diese wertvolle Ressource ist in großer Gefahr.

Ackerland ist kostbar

Böden entstehen sehr langsam, wenn organische Substanz und Gestein zerfallen. Eine Fülle von physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen ist dazu erforderlich.

Ganze 2.000 Jahre braucht es in Deutschland durchschnittlich, bis zehn Zentimeter Boden entstehen. Doch diese wertvolle Schicht ist empfindlich. Und sie schwindet.

Jedes Jahr verliert die Welt 10 Millionen Hektar Ackerfläche, berichtet das Umweltbundesamt (UBA).

In Deutschland fallen landwirtschaftliche Böden vor allem der Zersiedelung zum Opfer:

Aus Ackerland werden Bauland, Straßen, Kläranlagen.

Im Jahr 2017 wurden täglich 58 Hektar  (!!!) neu ausgewiesen – meist zu Lasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden.

Das entspricht etwa der Größe von ca. 82 Fußballfeldern täglich (UBA 2020). Aber auch der Verlust von Ackerboden durch Wasser und Wind (Bodenerosion) ist weltweit und in Deutschland ein bedeutendes Problem.

Alarmstufe Rot durch der Landnutzung

Der Weltklimarat (IPCC) legte im August 2019 einen Sonderbericht zum Thema Klimaschutz und Landnutzung vor (IPCC 2019). Ein Konsortium aus 107 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 52 Ländern fordert darin, eine rasche und weltweite Kehrtwende hin zu einer nachhaltigen Landnutzung und Ernährung.

Die Land- und Forstwirtschaft sei für mindestens 23 Prozent der von Menschen gemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Rechne man vor- und nachgelagerte Prozesse im Ernährungssystem hinzu, seien es sogar bis zu 37 Prozent.

In dem Problem liegt aber auch eine große Chance:

Böden und Landnutzungssysteme bergen ein riesiges Potenzial, den Klimawandel auf unter 2 Grad oder sogar noch auf 1,5 Grad zu begrenzen – wenn sie denn nachhaltig genutzt werden.

Erforderlich sei ein koordiniertes Handeln, um Wüstenbildung und Landdegradierung zu bekämpfen und die Ernährungssicherheit zu verbessern.

Eine Investition in eine nachhaltige Landwirtschaft zahle sich bereits nach drei bis zehn Jahren aus. Dafür benötige es allerdings Investitionen von anfangs durchschnittlich 500 Dollar pro Hektar Land. Auch der Weltklimarat fordert unter anderem:

  • ein Ende der Waldzerstörung und Erhalt der Moor
  • naturnähere Landwirtschaft und agrarökologische Methoden
  • weniger Fleischkonsum und eine ausgewogene Ernährung
  • die Verhinderung von Lebensmittelverlusten und -verschwendung
  • Bessere Aufklärung über Anbaumethoden und die Einführung nachhaltigen Landmanagements
  • Sicherung fruchtbarer Böden

Noch umfangreichere Detailinfos finden Sie auf dem Originalartikel des Bundeszentrum für Ernährung

https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/grundlagen/unser-ackerboden/

1 Kommentar
  1. Ein sehr aufschlussreicher Beitrag. Eigentlich braucht es keine weiteren Gründe. Es gibt keine Gründe für Bauen auf diesem Gebiet. Die Palnungen sollten zwei Jahren betragen. 2022 sind es dann 6 Jahre geworden. sagte:

    Vor 2022 wird es keinen Abschlußbericht der Wasserbehörde geben. Wann siegt die Vernunft und wann beendet man endlich dieses Trauerspiel an Macht seitens Mike Josef und OB Peter Feldmann. Die SPD Mitstreiter leiden unter der Parteiführung in dieser Angelegenheit sehr. Alle Argumente sprechen gegen ein Bauvorhaben.
    Künftig darf es keine Versiegelungen mehr auf Ackerfläche geben. Den Wald zu schützen ist die nächste große Aufgabe. Hier kann Hanf(Cannabis helfen. Hanf auf die Felder – rettet die Wälder. Es brauchen keine Bäume mehr gefällt werden. Die Nutzpflanze Han/Cannabis gehört sofort legalisiert. Es gibt keine illegalen Pflanzen.
    Das Märchen von der Einstiegsfroge glaubt keiner mehr.

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