Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

der Sprecher der Arbeitsgruppe „Baugebiet A5“ der CDU-Fraktionen in den Ortsbeiräten 7 und 8, Dr. Oliver Schulte, fordert den Frankfurter Planungsdezernenten Mike Josef auf, die Fakten im Frankfurter Nordwesten endlich zur Kenntnis zu nehmen.

Katastrophale Verkehrssituation

Die Arbeitsgruppe reagiert auf ein Statement des Stadtrats bei einer Veranstaltung im Rahmen des vom Land Hessen initiierten „Frankfurter- Bogen-Sommers“, bei der versucht wurde, eine historische Linie vom Bau der Siedlung Römerstadt über die Errichtung der Nordweststadt zur aktuell geplanten großräumigen Stadterweiterung einmal mehr im Frankfurter Nordwesten zu ziehen.

Hinsichtlich der Anbindung des geplanten Stadtteiles an den öffentlichen Personennahverkehr gibt der Sprecher der Arbeitsgruppe zu bedenken, dass die Regionaltangente West einen Stadtteil in der geplanten Größe nicht wird bedienen können und mit der Anbindung des Frankfurter Nordwestens mit dem Westen und dem Flughafen bereits voll ausgelastet sein wird.

Darüber hinaus wäre eine äußerst leistungsfähige Kreuzung Heerstraße/Ludwig- Landmann-Straße erforderlich, die jedoch bereits heute häufig überlastet ist. Der Wegfall von Fahrspuren für den geplanten Radschnellweg würde das Problem verstärken und die notwendige Verlängerung der U 7 über die Heerstraße würde zu zusätzliche Konflikte mit dem kreuzenden Individualverkehr führen.

Zerstörung wertvoller Ackerflächen

Der Darstellung eines Stadtteiles im Grünen hält Schulte entgegen, dass für den Bau des Stadtteiles zunächst Grünzüge, fruchtbare Böden, Wasserschutzgebiete und die für Frankfurt so wichtigen Kaltluftzonen zerstört würden. Diese könnten wohl kaum durch vielfältige Bauformen mit viel Grün dazwischen, einem abgestuften Übergang in die freie Landschaft und einer besonderen Nutzung wie ein landwirtschaftliches Zentrum („Agro- Hub“) mit Hofladen und Tieren ersetzt werden.

Anmerkung Heimatboden: Bereits durch Erdarbeiten mit schwerem Baugerät, wird die einmalige Bodenstruktur erheblich beeinträchtigt! Die Flächen dienen auch der Trinkwassergewinnung und müssen für die regionale Lebensmittelerzeugung unverändert erhalten werden. Das Agro-Hub ist doch nur Augenwischerei, die Flächen sollen vielmehr durch dies Aktion den Eigentümern entzogen werden. 

Frankfurt liegt in einem großen Talkessel und ist daher besonders auf Frischluftzufuhr angewiesen ist. Sämtliche Beispiele der „Planer“, so auch Rotterdam, sind Städte, die sich im Flachland befinden. In Frankfurt hingegen werden im Hochsommer Spitzentemperaturen erreicht. Der Regionalverband FrankfurtRheinMain hält u. a. aus diesen Gründen am „Regionalen Grünzug“ im Frankfurter Nordwesten fest.
Schulte wiederholt noch einmal die Auffassung der Arbeitsgruppe: „Neuen Wohnraum und Flächen für Gewerbe bekommen wir im Nordwesten nicht durch überproportional große Satellitenstadt-Projekte, die planungspolitisch völlig in den Sternen stehen. Die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Zielabweichungsverfahrens für immerhin 95 Hektar wertvoller Böden östlich der A5 geht gegen Null. Darüber hinaus seien der 400-Meter-Abstand zu den Höchstspannungsleitungen eine zu hohe Einschränkung.

Derartig massive Flächenversiegelungen sind im Zeitalter des Klimawandels auch nicht mehr zeitgemäß.“ Wer Wohnungen und Gewerbeflächen dort wolle, müsse realistische und kurzfristig machbare Bauprojekte planen. Die CDU hat ein Konzept für eine maßvolle Arrondierung von Praunheim und Niederursel vorgelegt. Die beiden Stadtteile sollen natürlich wachsen, die Bauhöhen der neuen Gebiete sollen sich am Bestand orientieren. Das bedeutet, dass Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser die bestehende Stadtrandsituation fortschreiben.

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