Was in der Presse steht, kommentiert von uns, Leserbriefe und User Kommentare.

FNP: Stadtverordnete in Eschborn beschließen klares Nein zur „Josefstadt“

Die Mehrheit der Eschborner Stadtverordneten hat für die von Bürgermeister Geiger eingebrachte Resolution gegen den von Frankfurt geplanten neuen Stadtteil gestimmt.

Wir hatten an dieser Stelle die Stadtverordneten in einem offenen Brief zur Unterstützung der Resolution aufgefordert und freuen uns zusammen mit den Eschbornern über diesen Erfolg!

https://www.fnp.de/lokales/main-taunus/stadtverordnete-eschborn-beschliessen-klares-nein-josefstadt-12131036.html

Wunschträume

Im Parkhaus ist noch Platz zum Wohnen

In dem Beitrag aus der WELT wird aufgezeigt, wie preiswerter Wohnraum geschaffen werden kann ohne wertvolle Ackerflächen und Kaltluft-Entstehungsflächen zu versiegeln! Daran sollten sich die Frankfurter Stadtplaner orientieren, wenn Sie es ernst meinen, mit der Schaffung von „günstigem“ Wohnraum!

Ohne auch nur einen Quadratmeter neues Bauland auszuweisen, könnten Städte und Gemeinden für zusätzliche 2,3 bis 2,7 Millionen neue Wohnungen sorgen, stellen die TU Darmstadt und das Pestel-Institut fest.“

„Eine effizientere Nutzung bestehender Gebäude hätte gleich drei Vorteile: Es müssen keine neuen Baugebiete am Stadtrand ausgewiesen werden, es ist keine neue Infrastruktur nötig – allenfalls der Ausbau vorhandener Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr.“

1,1 Millionen bis 1,5 Millionen Wohneinheiten könnten auf Wohngebäuden der 1950er- bis 1990er-Jahre entstehen. Diese Zahl stammt aus einer Deutschland-Studie aus dem Jahr 2015 und wurde nun ergänzt.

20.000 Wohnungen oder soziale Einrichtungen wie Kitas sind auf Parkhäusern in den Innenstädten möglich. 560.000 Wohneinheiten könnten auf Büro- und Verwaltungsgebäuden gebaut werden.

350.000 Einheiten bietet die Umnutzung leer stehender Büro- und Verwaltungsgebäude. 400.000 Wohneinheiten sind außerdem möglich durch die effizientere Nutzung von Flächen, auf denen meist eingeschossige Supermärkte stehen, umgeben von großen Parkplätzen.“

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article189533181/Umbau-Neue-Wohnungen-in-alten-Parkhaeusern-und-Bueros.html?wtrid=onsite.onsitesearch

FR: Langer Weg zum neuen Stadtteil im Norden Frankfurts

Die Frankfurter Rundschau berichtet dazu:

Noch in diesem Jahr will die Stadt zudem die für die Entwicklung der Flächen nötige Änderung des Regionalplans beantragen. Einfach wird das nicht. denn ändern kann diesen nur die Regionalversammlung. Und dort führt die mit der SPD koalierende CDU-Fraktion ausgerechnet Jürgen Banzer an. Der Vorsitzende der CDU im Hochtaunus ist einer der größten Kritiker des Vorhabens. Der Vorschlag von Regionalverbandsdirektor Thomas Horn, den Frankfurter Zoo in das Areal zu verlegen, gilt dagegen als kein Hindernis für die Pläne. Dieser fand schließlich kaum Unterstützung.

Verhandeln muss die Stadt auch mit dem Land und dem Regierungspräsidium. In diesen Gesprächen gilt es unter anderem zu klären, ob und wie das Gebiet trotz der relativ restriktiven Regelungen im Landesentwicklungsplan zum Abstand zu Höchstspannungsleitungen bebaut werden kann.

Indes ebbt der Widerstand in Oberursel und Steinbach gegen den neuen Stadtteil nicht ab. Erst jüngst haben um die 16 000 Menschen eine Online-Petition der Initiative „Heimatboden“ unter dem Motto „Feld statt Beton“ unterzeichnet. Besonders kritisch sieht man im Vordertaunus eine Bebauung des Gebiets westlich der Autobahn. Landwirte fürchten um ihre Flächen, andere warnen vor dem Bau einer „Trabantenstadt“.

Auch in Frankfurt ist das Vorhaben aber selbst unter Vertretern der Koalitionsfraktionen durchaus umstritten. Gegen die Stimmen der SPD forderte der Ortsbeirat 8 etwa jüngst die Stadt auf, mit dem Ideenwettbewerb abzuwarten, bis die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen.

https://www.fr.de/frankfurt/wohnen-in-frankfurt-sti903943/langer-neuen-wohnungen-11754119.html

FNP: Planungsderzernent verteidigt Mitarbeiter

Die FNP kommentiert in indifferenzierter Art und Weise die Aktionen der Bürgerinitiativen und verbreitet Unwahrheiten…

 

Wehrt  Euch – Leistet Widerstand!
Es geht nicht um ein romantisches, verzerrtes Weltbild von Ökoaktivisten . Es geht um den Erhalt unserer Natur als unserem wichtigsten, mit Geld nicht zu bezahlenden Dienstleister. Die Nutznießer unseres Engagement sind unser aller natürliche Ressourcen wie Luft, Wasser, Klima Boden für die bedrohten Arten und unsere Nachfahren.
Die  SPD hingegen will sich als Partei  eine Betonburg- Trabanten -Stadt als  Denkmal setzen, darum geht es ihr und sich dabei rigoros  und rückwärtsgewandt über Wasser, –  Natur – Landschaft – Klimaschutz, Tierleben und das Bürgerinteresse mit ihrem Planvorhaben hinwegsetzen und 550 Hektar Ackerflächen für immer brutal zerstören. Dagegen wehren wir uns entschieden!

„Der Stadtteil ist das Baby der sozialdemokratischen Politik“

Foto: Ulli Nissen

Foto: Ulli Nissen
Die Bürgerinitiative „Unser Heimatboden vor Frankfurt“ hat mehr als 15 000 Unterschriften gegen die Planung eines neuen Stadtteils an der A5 gesammelt. Nun äußert sich die Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen mit einem klaren Statement.
Die Bürgerinitiative „Unser Heimatboden vor Frankfurt“ will „den Boden im Grenzgebiet von Taunus und Frankfurt als Fläche für Landwirtschaft und Naherholung, Klimaschutz und regionaler Nahrungsversorgung erhalten, die Bewahrung der Lebensqualität sichern und den Betonierungs-Wahn mäßigen.“ Mehr als 15 000 Unterschriften konnten sie gegen den geplanten Stadtteil Josefstadt an der A5 sammeln. Die Petitionsliste wurde an alle Landtagsabgeordneten verschickt und soll in den nächsten Tagen Ministerpräsident Volker Bouffier persönlich überreicht werden.

Jetzt äußerte sich Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen mit deutlicher Position zu dem Thema. Für sie ist klar, dass der geplante Stadtteil gebraucht und gewollt wird: „Dort sollen zurecht viele Wohnungen für niedrige und mittlere Einkommensbezieher entstehen. Es sind zehntausende Menschen auf Wohnungssuche im Rhein-Main-Gebiet. Wenn all diese Menschen für eine gegenteilige Aktion unterschreiben, dann kommen wohl weit mehr Stimmen für eine Bebauung zusammen, als die Initiative jetzt dagegen gesammelt hat.“ Die Sorge der Initiative, dass an der A5 eine Betonwüste entstehe, sei unberechtigt. „Umweltbelange können insbesondere bei der Planung von Neubaugebieten gut berücksichtigt werden“, so Nissen. Zum Beispiel könnten Autos außen vorbleiben und Dachgärten in die Planung miteinbezogen werden, ergänzte ihr Referent, Daniel Duncker-Speyer.

„Der Stadtteil ist das Baby der sozialdemokratischen Politik und gleichzeitig sehr umstritten“, so der Sprecher. Man liege mit den Bürgern aus Steinbach im Clinch. „Die sagen, sie würden die Natur schützen wollen. Im Endeffekt ist es allerdings Kulturraum, also eine landwirtschaftlich genutzte Fläche.“ Man müsse sich fragen, ob Frankfurt landwirtschaftliche Flächen brauche oder man nicht viel eher nach den Bedürfnissen des Rhein-Main-Gebiets schauen sollte. „Wir schauen aus der bundespolitischen Perspektive auf das Projekt und sehen, dass es eine wichtige Bedeutung für die Stadt hat“, so der Referent. Nissen sei überzeugt, dass beides – der Umwelt-Aspekt und das Wohnprojekt – miteinander vereinbar seien. Wenn eine Stadt in der Lage sei, einen neuen Stadtteil zu bauen, dann sei das ein riesiger Vorteil. Im neuen Stadtteil würde Wohnraum für 30 000 Einwohner geplant – darunter Mehrfamilienhäuser für Menschen mit niedrigen Einkommen. Angepeilt würden 40 Prozent geförderter Wohnraum, das müsse aber vom Planungsdezernat noch festgesetzt werden. Als Vorbild für den geplanten neuen Stadtteil könne die Wohnungspolitik der Stadt Wien dienen, so Duncker-Speyer.“

Es geht um einen Milliardenpoker !
Weiterhin – wir zeigen uns solidarisch mit den BIs des Frankfurter Aktionsbündnis die Grüne Lunge und damit verweisen wir auf das gemeinsam verabschiedete Positionspapier der Graswurzeln, der wir angehören:
 
 
 

Positionspapier der

Graswurzeln Frankfurt

Aktionsbündnis für Grün gegen Beton

Graswurzeln Frankfurt ist ein Aktionsbündnis.

Die Verbündeten sind Bürgerinitiativen (BIs) und –vereine aus Frankfurt am Main und Umgebung sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Die Initiative richtet sich gegen die aktuelle Stadtentwicklungspolitik in Frankfurt, insbesondere gegen die Bebauung weiterer Freiflächen und die Neuplanung von naturzerstörenden Wohngebieten in Frankfurt und Umgebung.

Wer sind die Graswurzeln Frankfurt?

Wir fordern den notwendigen maß- und respektvollen sowie nachhaltigen Umgang mit unserem Lebensraum. Durch die aktuellen Planungen der Stadt Frankfurt sehen wir dies gefährdet. Die Graswurzeln verstehen sich als bündelnde Kraft zahlreicher bereits aktiver Bürger und BIs. Dort, wo es Sinn ergibt, agieren die Teilnehmer gemeinsam, sprechen Aktionen ab und realisieren sie.

Grundsätze der Graswurzeln Frankfurt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erkennen folgende Grundsätze an:

  1. Überparteilich

Alle Menschen mit demokratischen Grundwerten sind herzlich willkommen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kann selbstverständlich politisch/ parteipolitisch aktiv sein – die Arbeit innerhalb des Aktionsbündnisses ist jedoch grundsätzlich unabhängig von parteipolitischen Interessen.

  1. Basisdemokratisch
    Die teilnehmenden BIs, Bürgerinnen und Bürger sind in ihren Entscheidungen, Meinungen und Handlungen eigenständig. Die Graswurzeln Frankfurt bilden ein Aktionsbündnis, in dem die Teilnehmer von der gemeinsamen Idee einer lebenswerten und an Mensch und Natur orientierten Region getragen werden.

Ziele der Graswurzeln Frankfurt

Richtungswechsel in der Frankfurter Stadtplanungs- und Baupolitik.

  1. Die Bodenversiegelung von klimarelevanten Grünbereichen, von Gärten, Wald- und Ackerflächen, Erholungsgebieten, Lebens- und Freizeiträumen muss unverzüglich gestoppt werden. Die regionale Landwirtschaft muss möglich bleiben.
  2. Kein Planen und Bauen in Gebieten, in denen Gesundheit durch Lärm, Abgase, Hochspannungsleitungen oder andere schädliche Einflüsse gefährdet wird.
  3. Keine Zerstörung von ausgewiesenen Landschafts-, Wasser-, Natur- und Klimaschutzgebieten.
  4. Herstellung einer vollständigen Transparenz von Informationen und Einsichtsrecht von Anbeginn aller Planungen innerhalb der Stadtpolitik für die Bürger.
  5. Kein Vorrang wirtschaftlicher Interessen gegenüber dem Wohlergehen der Bürger und Bürgerinnen.
  1. Die vorrangige Umwandlung leerstehender Gebäude in bezahlbaren Wohnraum sowie die Umwidmung von Industriebrachen für den Wohnungsbau.
  2. Ganzheitliches Konzept einer zukunftsorientierten Stadt, deren oberstes Ziel die Lebensqualität der Bewohner ist. Dazu gehören die Aspekte Leben, Arbeiten und Wohnen in Frankfurt, unter Berücksichtigung gesundheitlicher, kultureller sowie nachhaltiger Aspekte mit einem entsprechenden flankierenden Finanzentwurf des Haushaltplans.
  3.  Solidarischer partnerschaftlicher Umgang mit den umliegenden Gemeinden. Entzerrung des Ballungsraums zugunsten schwächerer Regionen in allen Aspekten: Infrastruktur, Arbeitsplätze, öffentlicher Personenverkehr, Mitbestimmung, Finanzausgleich. Verständnis als Solidargemeinschaft des Ballungsraums mit den Regionen.
  4. Wir fordern, dass die Bürger selbst entscheiden über die Entwicklung der Stadt. Insbesondere unterstützen wir Bürgerbegehren zur Förderung unserer Ziele.

 

Wie geht es dem Boden?

Jedes Jahr gehen weltweit 10 Millionen Hektar Äcker verloren – die Fläche von 15 Millionen Fußballfeldern. Sie verwandeln sich in Ödland, das für die Erzeugung von Lebensmitteln kaum mehr taugt. Böden werden zu Wüsten, oder sie werden zubetoniert mit Straßen, Parkplätzen und Gebäuden. Allein in Deutschland werden täglich rund 60 Hektar Forst- und Landwirtschaftsareal zu Siedlungs- und Verkehrsflächen.

hier geht es zum vollständigen Artikel

https://www.zeit.de/2019/06/erdboden-erdkruste-oekosystem-bodenfruchtbarkeit-landwirtschaft?al_applink_data=%7B%22target_url%22%3A%22https%3A%5C%2F%5C%2Fwww.zeit.de%5C%2F2019%5C%2F06%5C%2Ferdboden-erdkruste-oekosystem-bodenfruchtbarkeit-landwirtschaft%22%2C%22extras%22%3A%7B%22fb_app_id%22%3A638028906281625%7D%2C%22referer_app_link%22%3A%7B%22url%22%3A%22fb%3A%5C%2F%5C%2F%5C%2F%3Fapp_id%3D638028906281625%22%2C%22app_name%22%3A%22Facebook%22%7D%7D

FNP: Bürgerinitiative feiert ersten Erfolg gegen den geplanten Frankfurter Stadtteil „Josefstadt“

Die Frankfurter Neue Presse berichtet über unsere Veranstaltung!

https://www.fnp.de/frankfurt/buergerinitiative-landet-ersten-coup-gegen-geplanten-frankfurter-stadtteil-josef-sta-11447560.html

Praunheimer Wasserwerk wichtig für Frankfurter Versorgung

Frankfurt hat ein großes Trinkwasserproblem!

Es gibt gar keine Alternative zum Praunheimer Wasserwerk. Seit Jahren moniert der Vogelsberg, dass er diese rigorose Frankfurter Wasserverschwendung zu Lasten der kleinen Kommunen vor Ort nicht mehr mittragen kann und nicht mehr mittragen will. Sie – die Schutzgemeinschaft Vogelsberg – hat unzählige Gespräche geführt – die Stadt Frankfurt erstickt in ihrer Arroganz und dem Raubbau der Ressourcen kleinerer Gemeinden, die die Stadt am Leben halten.

Auch die Verschmutzung des Grundwassers im Ried ist viel problematischer als bisher angenommen. Es ist stark mit Schadstoffen belastet!

Untragbar das Handeln der Frankfurter Stadtpolitik , die Wasser, Luft und Klima gegen das Bürgerinteresse aus reiner Profitgier zerstören will!

http://www.fr.de/frankfurt/stadtteile/frankfurt-nord/neuer-stadtteil-in-frankfurt-wasserwerk-fuer-neuen-stadtteil-problematisch-a-1656551

Frankfurter Politiker verschwenden erneut Steuergelder

Der lockere und verschwenderische Umgang mit Steuergeldern durch den Frankfurter OB Feldmann und die grüne Umweltbeauftragte Heilig fand jetzt Einzug in das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes.

OB Feldmann hat im Alleingang einen Hauptstadtbeauftragten installiert.

Frau Heilig verantwortet die Grünen Zimmer, statt sich gegen die geplante Zerstörung der Frischluftschneise zu positionieren.

„Als Geldverschwendung wertet der Steuerzahlerbund auch die „Grünen Zimmer“ in Frankfurt. Um für besseres Stadtklima zu sorgen, hat sich Frankfurt sieben schattenspendende Sitzgelegenheiten aus Stahl geleistet. Sie sind unter anderem mit Lavendel, Erdbeeren, Kiwi, Gräsern und Wein bepflanzt. Fast eine halbe Million Euro habe das die Mainmetropole gekostet. „Auf derlei PR-Maßnahmen mit mikroskopischer Wirkung hätte man besser verzichtet“, findet der Verein. „

Dieser Einschätzung kann man/frau nur zustimmen!

https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurts-berlin-buero-landet-schwarzbuch-steuerzahlerbunds-10519847.html

Die Josefstadt sorgt für Zündstoff im Wahlkreis 35

Veljko Vuksanovic, der Landtagskandidat der CDU im Wahlkreis 35, lehnt das neue Baugebiet komplett ab. Und das hat Gründe: „Bereits heute staut sich der Verkehr von der Nordweststadt über Praunheim bis Sossenheim“, argumentiert Vuksanovic. Die öffentlichen Verkehrsmittel hätten keine weiteren Kapazitäten. Durch die Versiegelung der Ackerflächen wären Überschwemmungen durch Starkregen und Sturzfluten programmiert. „Ich bin für eine behutsame Weiterentwicklung der Frankfurter Stadtteile“, sagt Vuksanovic. „Aufgrund des großen Zustroms von Menschen nach Frankfurt brauchen wir Baumaßnahmen, die innerhalb kürzester Zeit verwirklicht werden können. Eine seelenlose Trabantenstadt lehne ich ab.“

Die anderen Kandidaten sind wohl eher für eine Bebauung…

Hier der Link zum vollständigen Artikel:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Wahlkreis-35-Die-Josefstadt-sorgt-fuer-Zuendstoff;art675,3133104

 

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Heimatboden-Mitbegruender-Josef-Ruehl-Unsere-Boeden-sind-zu-wertvoll;art675,3059633

Der folgende Artikel mit Karl-Josef Rühl als Interviewpartner wurde gestern in der FNP veröffentlicht!

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Heimatboden-Mitbegruender-Josef-Ruehl-Unsere-Boeden-sind-zu-wertvoll;art675,3059633

 

 

Leserbrief an die FAZ, von Wolf-Rüdiger Hansen

Leserbrief an die FAZ von Wolf-Rüdiger Hansen

Erschienen in FAZ/RMZ am 11.06.2018.
Bezug: Artikel in der FAZ/RMZ vom 7.6.2018 mit der Überschrift:

„“Frankfurt ist „wütend, besorgt und verärgert““ – Von Rainer Schulze

In RheinMain scheint eine Art politischer Vulkan ausgebrochen zu sein, der wohl der nahenden
Landtagswahl geschuldet ist. Frankfurts OB hat mit seinem Mantra „Bauen, Bauen, Bauen“ gezeigt,
dass man mit so einem singulären Thema eine Wahl gewinnen kann. Jetzt setzt sich die
Landesregierung auf diese Spur und führt mal eben bei der Nassauischen Heimstätte eine
Mietpreisbremse und eine Verlängerung der Bindungsfrist für Sozialwohnungen ein. Das Ziel ist
richtig. Möge es Bestand haben.

Gleichzeitig kommt Thomas Horn, Direktor des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, mit dem
Vorschlag eines neuen Wohngebietes, das auf der Flurkarte wie eine Mütze auf dem Main-Taunus-
Zentrum aussieht. Postwendend haben sowohl OB Feldmann als auch der Frankfurter
Planungsdezernent Mike Josef verkündet, dass sie den Vorschlag unterstützen. Hört, hört, da könnte
doch der Verdacht aufkommen, dass hier eine Hand die andere wäscht: Herr Horn erhält die
Zustimmung zum MTZ-Baugebiet und die Herren Feldmann und Josef für ihren neuen Stadtteil an der
A5, der bisher nicht im Regionalen Flächennutzungsplan als Baufläche ausgewiesen ist.
Wie bekannt, wehren sich die Umlandgemeinden Steinbach und Weißkirchen heftig gegen den
neuen Stadtteil an der A5, aber eigentlich nur gegen dessen westlich der A5 liegenden Teil. Wenn der
Regionalverband und die Umlandgemeinden zustimmen, dann könnte also die Umwidmung der
Fläche östlich der A5 bald kommen.

Thomas Horn will dann gleich noch den Paragraf 8 der Hessischen Bauordnung so ändern, dass die
Möglichkeit für Bürgerentscheide gegen Bebauungspläne abgeschafft wird – und das am Rande des
von seinem Verband veranstalteten Kongresses mit dem Titel: „FrankfurtRheinMain baut – Schneller
bauen, besser wohnen.“ Die Investoren, die einen wesentlichen Teil des Auditoriums ausmachten,
haben sich bestimmt schon freudig in die Hände gespuckt.

Und wo bleiben die Bürger? Wo bleiben in Bezug auf den Stadtteil an der A5 die Antworten des
Stadtplanungsamtes auf deren zahlreichen Fragen?

Natürlich könnte die Regionalversammlung die Eigenschaft „agrarischer Vorzugsraum“ der Fläche für
den neuen Stadtteil an der A5 ändern. Aber sie kann wesentliche andere Eigenschaften der Fläche
nicht ändern, zum Beispiel dass hier Kaltluftentstehungsgebiete sind, über die besonders nachts die
westlichen Winde vom Taunushang und die nördlichen Winde von der Wetterau streichen. Sie
sorgen für Frisch- und Kaltluftzufuhr für Frankfurts nordwestliche Vororte bis hinein in die
Stadtmitte. Nach der kürzlich vor dem Ortsbeirat Praunheim erfolgten Aussage des Umweltamtes ist
vorhersehbar, dass in Frankfurt bald Temperaturen wie in Mailand herrschen – mit einer um ca. 5
Grad Celsius höheren Durchschnittstemperatur. Da muss die Stadt doch jedem Lüftchen freie Bahn
geben, das hilft, diesen Temperaturanstieg zu bremsen – zum Wohle der Bürger. Und eine große
Luftbremse wäre der Lärmschutzwall, der an der A5 gebaut werden müsste.

Planungsdezernent Josef fordert weiterhin, dass die im Landesentwicklungsplan enthaltene
Abstandspflicht von beidseitig 400 Metern von der 380 KV-Starkstromleitung gestrichen werden soll.

In dem Artikel wird er wie folgt zitiert: „Die Kommunen sollen selbst bei der Bauleitplanung die
angemessenen Abstände abwägen dürfen…“ Offenbar blendet er dabei zwei Aspekte aus: (1) Die
Vorsorge gegen Gesundheitsschädigungen bei Anwohnern, die bei einem zu geringeren Abstand
möglich sind, sowie (2) die Notwendigkeit eines Korridors für weitere zukünftige Stromleitungen, die
zur Versorgung für ganz Deutschland mit erneuerbaren Energien notwendig sind. Beides kann doch
nicht dem Ermessen einzelner Kommunen überlassen werden.

Dieser Machtkampf der Stadt Frankfurt verbunden mit der Idee des Regionalverbandes zur
Einschränkung von Bürgerentscheiden ist kurzsichtig und bürgerverachtend. /Ende

Quelle: Wolf Rüdiger Hansen, Graswurzeln,
mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung

Bye bye Demoktratie, Regionalverbandschef findet Bürgerentscheide doof

Über neue Stadtteile wird Ende Juni verhandelt

Regionalverbandschef Thomas Horn (CDU) will verhindern, dass neue Baugebiete per Bürgerentscheid gestoppt werden können.

http://www.fr.de/frankfurt/wohnungsbau-in-rhein-main-buergerbeteiligung-einschraenken-a-1519128

 

Wie nah darf der Strommast am Wohnhaus sein? Alzheimer und Leukämie lassen grüßen

In der Debatte um den Abstand zwischen Wohnhäusern und Stromtrassen plädiert nun auch ein sog. „Fachmann“ und zeitglich auch noch Bauträger (hört !)  für „eine Prüfung im Einzelfall“.

Dass ein Gutachten ja gerne im Sinne des Auftraggebers ausfallen wird, weiss jedes Kind mittlerweile.

Daher kann man nicht von objektiver Prüfung sprechen, zumal ein Investor je gerade auf die Bebauung setzt und sicher kein Gutachten sehen möchte, welches ein Bauen unterbinden würde – oder wer glaubt an den Weihnachtsmann ? Der Stadt Frankfurt kommt dieser Nebelkerzenwerfer jedenfall gut zu pass.

Eine Debatte (oder Posse?)  entwickelt sich , hoffentlich nicht zur farce.

Die FNP schreibt dazu in Ihrem Artikel:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Wie-nah-darf-der-Strommast-am-Wohnhaus-sein;art675,3028212

Etwas mehr Hintergrundwissen für Interessierte:

http://www.hochspannungsleitung.info/gefahr-hochspannungsleitungen/

https://www.ibes-gegen-elektrosmog.de/83-1-Krank-wegen-einer-Hochspannungsleitung.html

https://www.derwesten.de/wirtschaft/wie-hochspannungsleitungen-die-gesundheit-gefaehrden-id6574671.html

 

Weitere Artikel auf dieser Seite zum Thema : Hochspannung

 

Bodenversiegelung – Die größte Gefahr für unseren Boden

Überall in Deutschland wird ständig gebaut: Straßen, Wohnungen, Industriegebiete. Bodenschützer fordern, den Flächenverbrauch zu stoppen.

Überall in Deutschland wird ständig gebaut: Straßen, Wohnungen, Industriegebiete. Bauen ist ein Ausdruck von Wachstum, von Erfolg einer prosperierenden Region – ohne Weitsicht.

Und weil neue Infrastruktur neue Möglichkeiten bietet, zieht sie weitere Menschen an, so dass scheinbar immer weiter gebaut werden muss. Wie eine Bremse für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung scheint da die Forderung von Bodenschützern, den Flächenverbrauch zu stoppen. Sie warnen schon lange vor der anhaltend starken Versieglung unserer Böden und kritisieren, dass bei den Bauentscheidungen, die zum Verlust von Böden führen, häufig nicht deren wichtige Funktionen bedacht werden.

Auszug aus der Sendung am Do, 21.6.2018 | 22.00 Uhr, SWR Fernsehen, jetzt anschauen:

https://www.swr.de/odysso/bodenversiegelung/-/id=1046894/did=20199496/nid=1046894/hqox96/index.html

Weitere Sendetermine

Fr, 22.6.2018 | 5:15 Uhr | SWR Fernsehen

So, 24.6.2018 | 10:45 Uhr | SWR Fernsehen

und in den anderen verbundenen Sendern.

Meteorologe warnt: Frankfurter „Stadtklima wird unter dem neuen Stadtteil leiden“

Der Wind bläst bei uns nun mal aus Westen. Was schon mit gesundem Menschenverstand und zusätzlich anhand der Luftbahnen Karte aus dem Buch Frankfurter Grüngürtel Konzeption schnell nachvollziehbar war, wird nun zum Thema :

Sollte im Frankfurter Nordwesten ein neuer Stadtteil gebaut werden, wäre das auch in der Innenstadt zu spüren. „Es wird dadurch wärmer und stickiger“, sagt Lutz Katzschner, Autor des Frankfurter Klimaplanatlasses. Der Klimaforscher aus Kassel stellte seine Bedenken bei einer Podiumsdiskussion in Praunheim vor.

Bis in die Innenstadt hinein könne es wärmer und stickiger werden.  

„Wenn größere Flächen zugebaut werden, hat das immer auch Auswirkungen auf die angrenzenden Gebiete.“

 

Original Taunus Zeitung Artikel lesen:

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/frankfurt/Meteorologe-warnt-Stadtklima-wird-unter-dem-neuen-Stadtteil-leiden;art675,3012576

 

Wo es um Grund und Boden geht

In dieser Woche gab es eine wegweisende Entwicklung in  München.

Die Stadt sieht von der geplanten SEM im Münchner Norden ab. Die Münchner Stadtbaurätin Elisabeth Merck erklärt das Wesen einer SEM wie folgt:  „Idealerweise führe die Ausrufung einer SEM dazu, dass gemeinsam mit den Eigentümern geplant und schließlich verbindliche Verträge über das weitere Vorgehen geschlossen werden. Dann sei die SEM unnötig und somit offiziell vom Tisch. Ziel einer SEM ist es also, sich selbst unnötig zu machen. Und damit auch Enteignungen, zu denen es daher praktisch nie komme.“

Offensichtlich halten sich weder die Verantwortlichen in München und Frankfurt an solche Vorgaben…

hier geht es zu den;Artikeln in der SZ

http://sz.de/1.4008507

Stadt München verzichtet  auf Enteignung

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neues-stadtviertel-stadt-verzichtet-auf-enteignungen-im-muenchner-norden-1.4003694

http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Warum-Frankfurt-Udo-Pfeiffers-Mieter-rausschmeisst;art675,3010877

In Frankfurt stehen immer noch mehr als 1,3 Mio. Quadratmeter Bürofläche leer und bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Trotzdem unternimmt das Bauamt alles, um die  Vermietung als Wohnraum zu unterbinden. Behördenwillkür!?

http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Warum-Frankfurt-Udo-Pfeiffers-Mieter-rausschmeisst;art675,3010877

Daniel Fuhrhop: „Macht Offenbach zu Frankfurt Südost!“

Die Frankfurter Neue Presse hat den Autor der Streitschrift „Verbietet das Bauen“ am Rande seines Vortags im Café Mutz interviewt.

Daniel Fuhrhop denkt das Thema Bauen anders als die Frankfurter Betonfraktion im Römer. Ein erfrischender Beitrag! Garantiert ohne Wahlkampfspende finanziert…

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Autor-Daniel-Fuhrhop-Macht-Offenbach-zu-Frankfurt-Suedost;art675,3006434#anker

 

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Buergerinitiative-kaempft-gegen-Frankfurts-Expansionsplaene;art48711,3005249

Die Taunuszeitung hat nachgefragt, was sich in letzter Zeit bei „Unser Heimatboden vor Frankfurt – Feld statt Beton getan hat“. Da gibt es einiges zu berichten.

Unseren Slogan „Feld statt Beton“ kennen schon viele.

Wir erhalten regen Zuspruch für die an den Hessischen Ministerpräsidenten gerichtete Petition. Aktiv sammeln wir mehr und mehr Unterschriften. Die Menschen wollen sich wehren. Es bestehen gute Kontakte zu Frankfurter Bürgerinitiativen, die sich unter dem Namen „Graswurzeln“ verbündet haben.

Aber lesen Sie selbst was Frau Heil zu berichten hat:

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/vordertaunus/Buergerinitiative-kaempft-gegen-Frankfurts-Expansionsplaene;art48711,3005249

Wer uns in unseren Aktivitäten unterstützen möchte, wird gebeten sich per E-Mail oder telefonisch mit uns in Verbindung setzen.

 

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/frankfurt/Am-Frankfurter-Gueterplatz-entsteht-ein-neues-teures-Wohnquartier;art675,3002776

 

Die Frankfurter Wohnungsbaugesellschaft ABG ist eine der drei Investoren. Trotz allem werden nur 5% der Wohnungen mit öffentlichen Mitteln gefördert, obwohl die im Besitz der Stadt Frankfurt befindliche Wohnungsgesellschaft Jahr für Jahr dicke Millionengewinne einfährt!

http://www.taunus-zeitung.de/lokales/frankfurt/Am-Frankfurter-Gueterplatz-entsteht-ein-neues-teures-Wohnquartier;art675,3002776

Der folgende Kommentar bringt es auf den Punkt!

In den nächsten 2 Jahrzehnten könnten sich die Zahl der Deutschen die unter Hochwasser leiden versiebenfachen

„In den nächsten 2 Jahrzehnten könnten sich die Zahl der Deutschen die unter Hochwasser leiden versiebenfachen. Deutschland sei neben der USA auf die zunehmende Gefahr erstaunlich schlecht vorbereitet“, so das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung.

Für Deutschland würde das mehr Platz für Flüsse, höhere Deiche und Verzicht auf Besiedelung bedeuten.

Forscher warnen: Die Politiker sollten ihre Klimaziele nicht aufgeben sonst könnten die Klimakatastrophen in Deutschland noch ganz andere Ausmaße annehmen.

Quelle: ARD Tagesschau 11.01.2018 

Details aus dem PIK Report No. 17 :
Punkt 2.3 , Analyse zum Zusammenhang von zunehmende Flächen Versiegelung und Hochwasserschäden

Kritik an „Betonkönig“ Peter Feldmann – eine Presseschau

„Sonnen- und Betonkönig“ Feldmann – berechtigte Kritik

Mit scharfen Worten kritisieren die Frankfurter Grünen eine Broschüre, mit der die SPD um die Wiederwahl von Oberbürgermeister Peter Feldmann wirbt.

https://www.fr.de/frankfurt/ob-wahl-frankfurt/frankfurt-kritik-an-sonnenkoenig-feldmann-a-1397100

 

 

 

Rettet die Dörfer

Stoppt die Landflucht, rettet die Dörfer. Stoppt den Raubbau an unseren Ackerflächen.

Lesen Sie hierzu den Kommentar aus der Süddeutschen Zeitung vom 29. Mai, also noch vor Bekanntgabe der Frankfurter Pläne!

https://www.sueddeutsche.de/bayern/wir-halten-zusammen-die-innenentwickler-1.3804730

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kommentar-rettet-die-doerfer-1.3524177

Ein Dörfer-Soli muss her

Die ländlichen Gegenden brauchen vor allem vier Dinge: Einen schnellen Ausbau der Breitbandnetze, einen besseren Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel bis hin zu staatlich finanzierten Sammeltaxis am frühen Morgen und am späten Abend. Wichtiger noch sind exzellente Kitas und Schulen, die Familien Lust aufs Land machen und für die Eltern die Last täglicher Pendelfahrten in Kauf nehmen.

Das kann und soll ein Soli für die Dörfer leisten.

Es ist Zeit, dass man ihnen im Zweifel den Vorzug vor den Städten gibt, die bekanntlich mit lauter Stimme klagen. Das Geld ist schließlich da.

 

 

Auch der BUND lehnt neuen Stadtteil ab, Pressemitteilung des BUND

BUND Landesverband Hessen

Frankfurt: Umweltschützer lehnen neuen Stadtteil ab

Der Widerstand gegen einen neuen Stadtteil an der A 5 bei Steinbach und Weißkirchen wächst. Jetzt hat sich der Landesverband Hessen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen die Pläne ausgesprochen.

 

Pressemitteilung des BUND

Frankfurt am Main, 23.11.2017

Mit Nachdruck wendet sich der BUND-Landesverband Hessen gegen die Planungsabsichten der Stadt Frankfurt, die an der A5 etwa 190 ha bester Ackerböden unter Beton und Asphalt verschwinden lassen möchte.

OB Feldmann vertritt in diesem Zusammenhang die Auffassung, dass man nicht Agrarflächen auf Kosten unserer Kinder sichern könne.

BUND-Landesvorstandssprecher Herwig Winter: „Das ist nichts weiter als Kurzsichtigkeit zu Lasten künftiger Generationen. Gerade für unsere Kinder müssen wir die Agrarflächen sichern, denn auf Beton und Asphalt lassen sich nun einmal keine Nahrungsmittel erzeugen.“

Nach Ansicht des BUND haben die verantwortlichen Planer und Politiker noch nicht einmal annähernd die Brisanz der Lage erfasst, die sich angesichts einer immer weiter fortschreitenden Flächenversiegelung ergibt. Wenn der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef das Ziel von
2,5 ha Flächenversiegelung pro Tag, das der hessische Wirtschaftsminister Al-Wazir im Landesentwicklungsplan vorgesehen hat, als Restriktion kritisiere, dann verkenne er, dass mit dieser Festschreibung das grundsätzliche Problem des Flächenverbrauchs nicht gelöst wird.

Herwig Winter: „Unsere Volksvertreter halten sich für Realpolitiker, obwohl sie der Meinung sind, man könne von einem Kuchen jeden Tag ein Stück abschneiden und aufessen, ohne dass der Kuchen je alle wird. Nur eine Flächenversiegelung von Netto Null ist zukunftsfähig. Das heißt, wenn an einer Stelle Fläche versiegelt wird, dann muss an anderer Stelle eine gleichgroße Fläche entsiegelt werden. Doch von solchen Überlegungen ist die Politik auf allen Ebenen noch meilenweit entfernt.“

Der BUND verweist darauf, dass in den Jahren 1992 bis 2012 die Landwirtschaftsfläche bundesweit um rund 860.000 ha abgenommen hat, was mehr sei als die gesamte Landwirtschaftsfläche Hessens, die rund 770.000 ha umfasse.

Nach Auffassung der Vereinten Nationen hängt aber die Zukunftsfähigkeit einer Nation unter anderem davon ab, ob sie dauerhaft in der Lage ist, die in ihr lebenden Menschen auf der Basis der im Land zur Verfügung stehenden Agrarflächen ausreichend mit Nahrung zu versorgen. Deshalb hatten die UN das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens erklärt.

Nach Ansicht des BUND vergrößern Städte und Kommunen, die ihr Heil in immer neuen Flächenausweisungen für Siedlungs- und Gewerbegebiete suchen, zunehmend die Abhängigkeit der EU von Nahrungsmittelimporten aus den Entwicklungsländern und exportieren so den Hunger dorthin. Die EU nutzt derzeit außerhalb Europas bereits rund 640 Mio. Hektar Land. Das ist eineinhalb Mal so viel wie die Landesfläche aller 28 Mitgliedsstaaten zusammen.

Herwig Winter: „Niemand bei uns darf sich wundern oder gar beschweren, wenn in Zukunft vermehrt auch Menschen aus Gebieten, in denen nicht mehr genügend Nahrungsmittel für den eigenen Bedarf angebaut werden, sich als Flüchtlinge auf den Weg nach Europa machen.“