Ein Auszug aus

Befestigte Flächen – verborgene Kosten
Alternativen zu Flächenverbrauch und Bodenversiegelung“ 2013

Man glaubt es kaum,

aber sogar die Europäische Kommission fordert Bürger – hoch offiziell –  zum Handeln auf.

Was spricht dagegen, mal endlich in die Strümpfe zu kommen, statt lethargisch vor sich hin zu murmeln: „Wir können ja eh nichts ändern.“ Die Zeit ist überreif, sich einzumischen. Weiter unten finden der geneigte Leser und unsere Politiker fundierte Lösungsansätze.

TIPP FÜR DIE BÜRGER
Unterstützen Sie Politiker, Bürgermeister und andere politische Entscheidungsträger dabei, die Problematik des Flächenverbrauchs und der Bodenversiegelung anzupacken. (vgl. S.6)

TIPP FÜR DIE BÜRGER
Nehmen Sie wann immer möglich an den Planungen in Ihrer Gemeinde teil. Setzen Sie Ihr Recht auf Information und Beteiligung durch. Äußern Sie Ihre Meinung und Ihre Wünsche gegenüber lokalen Entscheidungsträgern. (vgl. S.10)

TIPP FÜR DIE BÜRGER
Ein neues Haus gefällig? Entscheiden Sie sich für ein bereits bestehendes, eventuell renoviertes Gebäude anstelle eines Neubaus auf landwirtschaftlicher Nutzfläche! Damit schützen Sie wertvolles Ackerland am Rande der Stadt. Auch wenn es anfangs mehr kostet, dürfte es sich auf Dauer bezahlt machen. Wenn Sie ein Stück Land oder ein neues Heim in einem ländlichen Gebiet erwerben möchten: denken Sie daran, dass Sie älter werden. Berücksichtigen Sie Ihre künftigen Bedürfnisse. Gibt es zum Beispiel vor Ort soziale Einrichtungen? Auch die Anbindung ist viel besser, wenn Sie sich in der Stadt niederlassen. (vgl. S.11)

TIPP FÜR DIE BÜRGER
Entscheiden Sie sich beim Lebensmittelkauf für Produkte aus der Region, um die klimatischen und landschaftlichen Auswirkungen von Lebensmitteltransporten zu mildern und landwirtschaftliche Erzeuger und Unternehmen vor Ort zu unterstützen.(vgl. S.18)

Immer noch nicht überzeugt , den Hintern hoch zu kriegen und mit Ihren Kindern für Ihre Kinder gegen den Landfraß zu protestieren ?

Dann lesen Sie wenigstens das volle Dokument…

Quelle und Datei zum Download:
Alternativen zu Flächenverbrauch und Bodenversiegelung


Sie können die Veröffentlichung so lange der Vorrat reicht auf folgender Website kostenlos bestellen über den EU Bookshop, den Online-Zugang zu den Veröffentlichungen der Europäischen Union: ISBN 978-92-79-30549-8

https://publications.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/ff9e9346-f8c6-4bf1-af30-57c21ff5525a/language-de/format-PDF/source-93572554


Weiterführende Literatur

– auch für die Politik zum Anregungen sammeln –
über das Thema „Flächenverbrauch und Bodenversiegelung“.

Die Mehrheit der Eschborner Stadtverordneten hat für die von Bürgermeister Geiger eingebrachte Resolution gegen den von Frankfurt geplanten neuen Stadtteil gestimmt.

Wir hatten an dieser Stelle die Stadtverordneten in einem offenen Brief zur Unterstützung der Resolution aufgefordert und freuen uns zusammen mit den Eschbornern über diesen Erfolg!

https://www.fnp.de/lokales/main-taunus/stadtverordnete-eschborn-beschliessen-klares-nein-josefstadt-12131036.html

Zu Ihrer/Eurer Information hier ein Auszug aus der Studie „Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen – Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden“

Zusammenfassung (Kapitel 1):

„Die Frage nach neuem Wohnraum ist verbunden mit der Frage, wo und wie dieser entsteht. Um den wachsenden Bedarf an Wohnraum zugleich mit dem Prinzip eines sparsamen Umgangs der Inanspruchnahme der Ressource „Bauland“ anzupassen, sind Strategien der Innenentwicklung und Nachverdichtung notwendig.
Die Deutschlandstudie 2019 gibt eine Antwort auf die Frage, welche Potenziale in den Kernlagen von Deutschlands Städten, Gemeinden und Kommunen liegen, um ein Angebot an bezahlbarem Wohnraum zu schaffen. Hatte die Deutschlandstudie 2016, vor allem die Aufstockung von Wohngebäuden im Fokus, so wurde dies um die zusätzlichen Potenziale von „Nichtwohngebäuden“ in Innenstädten in ungesättigten Wohnungsmärkten erweitert.

Zusätzlich zu den Flächenpotentialen von Aufstockungen wurden auch die zusätzlichen Wohnungen durch die Umnutzung von Büro- und Verwaltungsgebäuden aus den regionalen Überhängen (Leerständen) bei gleichzeitigem Wohnraumbedarf quantifiziert. Mit konservativen Annahmen von Mengen, Flächen und Verdichtungsschlüsseln stellen sich die Potenziale für bezahlbaren Wohnraum sowie die dazu gehörige soziale Infrastruktur wie folgt dar:

→ 1,1 Mio. bis 1,5 Mio. Wohneinheiten auf Wohngebäuden der 1950er- bis 1990er-Jahre (aktualisierter Stand der Deutschlandstudie 2016 [5]).
→ 20.000 Wohneinheiten oder soziale Infrastruktur auf Parkhäusern der Innenstädte.
→ 560.000 Wohneinheiten durch Aufstockung von Büro- und Verwaltungs- gebäuden.
→ 350.000 Wohneinheiten durch Umnutzung des Überhangs (Leerstand) von Büro- und Verwaltungsgebäuden.
→ 400.000 Wohneinheiten auf den Flächen von eingeschossigem Einzelhandel, Discountern und Märkten, bei Erhalt der Verkaufsflächen.

In der Gesamtheit bieten die betrachteten Gebäudetypologien ein Potential von 2,3 Mio. bis 2,7 Mio. Wohnungen.“

Mit dieser Studie wird den Politikern und Stadtplanern das enorme Potential an wohnungsbaulichen Maßnahmen aufgezeigt, ohne dass neue Flächen versiegelt werden müssen!

Die vollständige Studie können Sie hier einsehen:

https://www.baulinks.de/webplugin/2019/0276.php4

 

Greta Thunberg:

„We leben in einer seltsamen Welt – Eine Welt, in der wir glauben, dass wir uns heraus kaufen oder -bauen können aus einer Krise, die dadurch entstanden ist , dass wir gekauft oder gebaut haben.“ (Minute: 3:38)

Greta hat den Sonderpreis der Goldenen Kamera den Aktivisten im Hambacher Forst gewidmet.