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Rund 30 ha verseuchte Gewerbeflächen liegen in Griesheim brach. Dioxinverseucht! Die Fläche soll für die Ewigkeit gesichert werden, ähnlich wie die radioaktiven  Hinterlassenschaffen der Kernkraftwerke. Was sollen unsere Enkel noch alles stemmen?

Wäre es nicht besser, wenn Frankfurt mit der Hilfe vom Land und Bund diese Flächen aufarbeitet und entgiftet.

Dort könnten dann Wohnungen enststehen, die Stadt & Land gehören.

Wenn dieses öffentliche Eigentum dann nicht wieder in einem Anfall von geistiger Umnachtung an private Investoren verkauft wird, haben wir mindestens 3 Fliegen mit einer Klappe erschlagen.

  1. Die Ewigkeitskosten werden in eine sinnvolle Investition umgewandelt.
  2. Es kann dort Wohnraum zu sehr günstigen Konditionen entstehen.
  3. Die Politik kann durch diese Maßnahmen ihre Fehler aus den vergangenen Jahren wieder gut machen.

Was haltet ihr davon?

Glaubt ihr daß der politische Wille dafür ausreicht?

Die gesamte Bevölkerung würde diesem Projekt gewiss sehr positiv gegenüber stehen.

Wir haben jedenfalls nichts gegen eine Bebauung von Industriebrachen.

Wir haben auch nichts gegen maßvolle Nachverdichtungen oder Aufstockung von Flachbauten, Garagen, Parkhäusern.

Wir sind für die Umwandlung von lehrstehenden Gewerbe und Büroflächen in Wohnraum.

Wo gegen wir sind?

Wir sind gegen die sinnfreie Bebauung wertvoller Ackerflächen.

Warum sind wir dagegen?

Vor 15 Jahren haben die Politiker den Immobilienmarkt völlig verkehrt eingeschätzt und 100 tausende Wohnungen aus öffentlichen  Besitz an private Investoren verkauft.

Jetzt haben wir den Schlamassel und alle gehen aufeinander los oder werden gegeneinander ausgespielt.

Wenn wir jetzt, mitten im sich abzeichnenden Klimawandel, mit unseren so „wertlosen Ackerböden“ umgehen, wie mit den im öffentlichen Besittz befindlichen Wohnungen vor 15 Jahren, haben wir bald noch weitere, viel größere Probleme.

In diesem Sinne, lasst uns zukunftsweisende Lösungen finden!

 

In dem Beitrag aus der WELT wird aufgezeigt, wie preiswerter Wohnraum geschaffen werden kann ohne wertvolle Ackerflächen und Kaltluft-Entstehungsflächen zu versiegeln! Daran sollten sich die Frankfurter Stadtplaner orientieren, wenn Sie es ernst meinen, mit der Schaffung von „günstigem“ Wohnraum!

Ohne auch nur einen Quadratmeter neues Bauland auszuweisen, könnten Städte und Gemeinden für zusätzliche 2,3 bis 2,7 Millionen neue Wohnungen sorgen, stellen die TU Darmstadt und das Pestel-Institut fest.“

„Eine effizientere Nutzung bestehender Gebäude hätte gleich drei Vorteile: Es müssen keine neuen Baugebiete am Stadtrand ausgewiesen werden, es ist keine neue Infrastruktur nötig – allenfalls der Ausbau vorhandener Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr.“

1,1 Millionen bis 1,5 Millionen Wohneinheiten könnten auf Wohngebäuden der 1950er- bis 1990er-Jahre entstehen. Diese Zahl stammt aus einer Deutschland-Studie aus dem Jahr 2015 und wurde nun ergänzt.

20.000 Wohnungen oder soziale Einrichtungen wie Kitas sind auf Parkhäusern in den Innenstädten möglich. 560.000 Wohneinheiten könnten auf Büro- und Verwaltungsgebäuden gebaut werden.

350.000 Einheiten bietet die Umnutzung leer stehender Büro- und Verwaltungsgebäude. 400.000 Wohneinheiten sind außerdem möglich durch die effizientere Nutzung von Flächen, auf denen meist eingeschossige Supermärkte stehen, umgeben von großen Parkplätzen.“

https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article189533181/Umbau-Neue-Wohnungen-in-alten-Parkhaeusern-und-Bueros.html?wtrid=onsite.onsitesearch

Voller Einsatz bei extrem kaltem Wind und kräftigen Sturmböen für den Erhalt des Feldes!
Die bedeutende Frischluftschneise für die Stadt Frankfurt kann nicht auf einmal Makulatur sein. Die bereits heute ausgewiesenen Landschaftschutzgebiete und die hervorragenden Ackerböden müssen erhalten bleiben.
Astrid Gemke Bürgermeisterkandidatin der FDP Steinbach – und FDP Fraktionsvorsitzende in Steinbach für Lebensqualität und Freizeitraum.

Die Politik schaut jahrelang tatenlos zu, während Wohnraum leer steht. Niemand ist zuständig, keiner kümmert sich darum.

Warum gibt es kein Leerstandregister? Wieso geht man das Problem nicht an?

https://www.fnp.de/frankfurt/eine-waffe-gegen-geisterhaeuser-10619167.html

Der Architekt und Buchautor Daniel Fuhrhop hat ein Interview mit der Huffington Post zum Thema Bauen gegeben. Sein Credo lautet:

Bauen, Bauen, Bauen hilft nicht gegen Wohnungsmangel!

Im Gegenteil – Neubau schadet:
Die teuren Neubauten verteuern auch die Altbauten: Die Mieten steigen, denn jeder neue Vertrag geht in den Mietspiegel ein. Obendrein verschwinden durch „Wohnparks“ die echten Parks, das letzte Grün in den Großstädten.

https://www.huffingtonpost.de/daniel-fuhrhop/studenten-wohnungen-bauen_b_18520428.html?ncid=other_facebook_eucluwzme5k&utm_campaign=share_facebook&fbclid=IwAR3poind5ZB7qY4ixlh1j3Xf6BoDohw94zfr-X-ocVF-ZmimivEpk24906M

Für die Bewohner der Stadt bleibt kein Raum. Verödete Betonschluchten und teure gesichtslose Neubauquartiere werden lieblos aus dem Boden gestampft.
 
Schaut Euch doch den Riedberg an ! Die Mieten sind kaum bezahlbar. Der Umbau der Stadt ist in vollem Gang – Gentrifizierung par excellence.

 

Beschützt den belassenen Freiraum ohne Kommerz und helft mit für den Erhalt der Offenflächen

Die Frankfurter Neue Presse hat den Autor der Streitschrift „Verbietet das Bauen“ am Rande seines Vortags im Café Mutz interviewt.

Daniel Fuhrhop denkt das Thema Bauen anders als die Frankfurter Betonfraktion im Römer. Ein erfrischender Beitrag! Garantiert ohne Wahlkampfspende finanziert…

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Autor-Daniel-Fuhrhop-Macht-Offenbach-zu-Frankfurt-Suedost;art675,3006434#anker

 

Resümee der Veranstaltung am 14. Mai im Café Mutz mit Daniel Fuhrhop

Wer nicht da war, hat was verpasst!

In erster Linie Daniel Fuhrhop, der überzeugt nicht nur durch Expertise. Sein Vortrag ist kurzweilig, smart, anregend und lebendig.

Wer nicht dabei sein konnte, sollte sich zumindest seine Bücher kaufen http://www.daniel-fuhrhop.de/buecher/. Seine dichte Sicht auf den Stadtwandel lohnt sich:

Ein kurzer Abriss für diejenigen, die nicht dabei sein konnten.

In einer ökologischen Gesamtenergiebetrachtung ist der Altbau dem Neubau stets vorzuziehen. Beide Herangehensweisen haben ihre eigenen Risiken. Wird Altbau jedoch saniert, so sind diese Risiken viel präziser einzuschätzen wie bei einem Neubau. Der Recycling Gedanke sollte auch im Bauwesen in unseren Köpfen greifen. So ist es also keineswegs ökonomisch rational Neubau zu schaffen – vielmehr ist die Forderung nach Neubaugebieten vom derzeitigen Anlagedruck der Immobilienfonds befeuert. Es geht um Betongold und um Rendite, um Spekulation und Gewinne. Dies führt zu allem, aber nicht zu bezahlbarem Wohnraum!

Dabei gibt es in anderen Ländern Vorbilder bspw Österreich, wo mehr als 200.000 Sozialwohnungen alleine in Wien in kommunalem Besitz sind.

Ein Blick auf die letzten Jahre zeigt, dass die Anzahl der Wohnungen in Deutschland von 35 Millionen im Jahr 1993 bis 2016 auf 41 MIo. gestiegen ist. Das sind 6 MIo. Wohnungen mehr für ca 12 Mio. Menschen. Die Bevölkerungsanzahl vergleichsweise dazu ist jedoch nur geringfügig gewachsen …

Wir haben also keinen Wohnraummangel…

Wir haben ein schiefes Bild in Deutschland in der Verteilung der Menschen. Es stellt sich die Frage wo und wie wohnen?

Es gibt eine Fülle von Instrumenten, die der Stadt Frankfurt zur Verfügung stehen, um gegen zu steuern, wenn sie das denn auch wollte. Ganz banale einfache Dinge, die es eigentlich verbieten überhaupt an die Versiegelung neuer Flächen auch nur zu denken. Das sind alles elementare Aufgaben, die die Stadt Frankfurt seit Jahren nicht umsetzt. Wir haben hier an dieser Stelle schon häufig diese Punkte benannt. Die Arbeitsmethodik der Stadt Frankfurt ist fatal und fahrlässig.
Darüber hinaus setzt auch der Bund, mit bundesweit mehr als 800 Förderprogrammen allein für Neubauten, leider noch immer die falschen Anreize.

Wie wir als Gesellschaft in Zukunft leben möchten ist ein hochkomplexes Unterfangen, dass die Steuerung aller verlangt. Die Politik muss dringend handeln, aber auch die Bürger müssen sich hinterfragen, was sind ihre Bedürfnisse und diese Änderungen in die Planung einfließen lassen. Die Politik Frankfurts braucht dringend eine Korrektur. Statt die Gesellschaft zu spalten und einzubetonieren, müsste sie sich öffnen für eine breite Range an möglichen Lebensvarianten unter der Prämisse Netto Null Flächenversiegelung. Es gibt genügend Inspiration und Anschauungen bereits. So zum Beispiel das Genossenschaftsprojekt WagnisArt in München, das es selbst im teuren München schafft, bezahlbaren Wohnraum für sozial Schwache mitzufinanzieren. Auch weitere private Wohnungsgesellschaften bieten neue echt soziale Modelle an, die im Gegensatz zu der verheerenden Geschäftspraxis spekulierender städtischer Wohnbaugesellschaften – und dem gefährlichen SPD Mantra : Bauen, Bauen, Bauen – Beton, Beton, Beton – siehe auch ABG Frankfurt – genau diesen Kernaspekt erfüllen: statt Luxuswohnraum und die Spekulation anzuheizen – sozialen Wohnraum zu schaffen!

Der Beitrag wurde von Feldpartisan erstellt und auf Facebook gepostet. Vielen Dank an die Autorin!