Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Achtung Satire!

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig beabsichtigt!

Unsere Mitstreiterin U. Heimat-Boden hatte die einmalige Gelegenheit die in Frankfurter Kreisen als Beton Freak bekannte Person ausführlich zu aktuellen und Wahlkampf Themen interviewen zu können. Hier das Interview in voller Länge. 

U. Heimat-Boden:

Wie kommt es, dass ein Immobilienentwickler Ihrer Partei den aktuellen Kommunalwahlkampf finanziert?

M.-J. Feldmann:

Das ist ja nichts ungewöhnliches. Wir von der SPD machen das eigentlich immer so. Eine Hand wäscht ja bekanntlich die andere. Wir setzen uns dafür ja auch mit aller Kraft für die Umsetzung deren Pläne zur Bebauung der grünen Lunge ein!

U. Heimat-Boden:

Sie sagen wir machen das immer so. Geben Sie unseren Lesern / Hörern bitte noch ein Beispiel dazu.

M.-J. Feldmann:

Bei dem geplanten Stadtteil an der A5 läuft es im Prinzip genauso. Ein Idsteiner Bauunternehmen hat uns den letzten OB-Wahlkampf mit einer tollen Spende in Höhe von 100.000 € finanziert. Das machen die ja nicht aus reiner Nächstenliebe. Wir von der SPD setzen dafür alle Hebel in Bewegung, dass wir das Projekt auch in vollem Umfang durchsetzen können! Egal was da kommt. Wir werden liefern – ist ja schließlich auch schon gut bezahlt worden!

U. Heimat-Boden:

Aber da gibt es doch noch ziemliche Zweifel an der Eignung des Gebietes?

M.-J. Feldmann:

Papperlapp. Die Einwände wischen wir einfach vom Tisch. Wir haben gute Beziehungen zu unseren neutralen Gutachtern. Die bekommen so viele Aufträge von uns, da zeigen die Sich gerne mal in der Sache erkenntlich.

Wir führen denen dann gerne mal die Feder. Ach ja, Sie kennen doch sicher auch das alte deutsche Sprichwort. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“

U. Heimat-Boden:

Aber das ist doch nicht ganz korrekt, oder?

M.-J. Feldmann:

So hart würde ich das nicht ausdrücken wollen. Die Frankfurter wollen es doch garnicht anders haben. Sehen Sie, wie es bei der AWO lief.

Ich habe das System ja vor Jahren eingeführt. Die haben der Stadt dann in jeder Rechnung die sie gestellt haben, noch fixe 20 Prozent für Regiekosten draufgeschlagen.

Die „Regie“ haben wir, also die Frankfurter SPD geführt. Von den Regiekosten hat die AWO dann ja auch mein Gehalt bezahlt, als ich noch nicht OB war! Aber ich habe ja nicht allein profitiert, da haben ja auch noch viele weitere Parteifreunde von uns einen tollen Posten inkl. Dienstwagen und weitere Zuwendungen bekommen. Man muss ja sehen wo man bleibt…

U. Heimat-Boden:

Kommen wir zurück zu den Planungen für den neuen Stadtteil.

Wie wollen Sie denn dort erschwingliche Wohnungen für die Bevölkerung schaffen? Kommen da wirklich die von Ihnen angeführten Krankenpfleger/innen, Polizist/innen und die Leute mit kleinerem Portemonnaie zum Zuge?

M.-J. Feldmann:

Sehen Sie, es ist ja nicht immer so einfach. Erschwingliche Wohnungen sind ja bekanntlich das Synonym, das verwendet wird um den Widerstand gegen eine Bebauung in der Bevölkerung zu brechen. Das sagen wir immer so.

Letzten Endes ist doch klar, dass alle ihren Reibach machen wollen. Die Stadt, die sich die Böden für einen Appel und ein Ei unter den Nagel reißen will und teuer verkauft. Die Bauunternehmer, die die Grundstücke dann hin- und her verschieben, bis die am Ende soviel teurer geworden sind (und der größte Reibach gemacht ist), dass man garnicht mehr preiswert bauen kann.

U. Heimat-Boden:

Eine Erschließung an der A5 wäre dort mit erheblichen Kosten verbunden. Auch die Umwelteinflüsse sind ja nicht zu vernachlässigen!

Die Belastung mit Elektrosmog durch die Höchsttspannungsleitungen sowie der Lärm und die Luftverschmutzung durch die A5 sind ja gesundheitsgefährdend.

Was sagen Sie dazu?

M.-J. Feldmann

Das ist doch Unfug. Unsere erkauften Gutachten widerlegen das alles im Detail. Wo kämen wir denn sonst noch hin….

U. Heimat-Boden

In der Frankfurter Rundschau kann man lesen, dass Sie 40.000 Wohnungen entlang der A5 planen. Das ist aber doch dreimal mehr als in den ersten kühnen Plänen angedacht!?

M.-J. Feldmann:

Ja, wir kommen da noch ganz groß raus. Klotzen nicht kleckern ist unsere Devise. Den Leuten kann man es ja eh nie recht machen. Also volle Pulle auf Profit, statt klein klein. Das Gemotze der Leute kann niemand mehr ertragen. Sie werden noch sehen was geht! Da werden sich die Leute noch wundern!

U. Heimat-Boden:

Was planen Sie für die nahe Zukunft?

M.-J. Feldmann:

Ich werde meine Ziele stringent weiter verfolgen. Nach der Politik werde ich in die Baubranche wechseln. Das ist ja hier in Frankfurt Usus. Ich mache den Job ja wie gesagt nicht aus reiner Menschenfreude. Dazu fällt mir jetzt noch ein passendes weiteres Sprichwort ein: Wie man sich bettet, so ruht man. Also ab ins gemachte Bett, hab ja lange genug darauf hingearbeitet…

U. Heimat-Boden

Was wollen Sie den Wählern vor dem Urnengang noch mit auf den Weg geben?

M.-J. Feldmann

Jede Wähler, jede Wählerin bekommt die Regierung, die er/sie verdient. Und wir von der SPD tun alles, damit wir mehr verdienen!

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