Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

nachfolgend möchten wir Euch den Inhalt der Pressemitteilung des Bundesbündnis für Bodenschutz, dessen Mitglied wir sind, zur Kenntnis bringen.

Leider besteht das Problem der Versiegelung wertvoller Ackerflächen nicht nur hier bei uns in der Frankfurter Region, sondern auch an vielen anderen Orten in Deutschland. Erschreckend ist die Arroganz, mit der die Planer die sachlichen Argumente abbügeln bzw. ignorieren. Aber bekanntlich kommt „Hochmut“ ja vor dem „Fall“ wie man ja auch beim wegen Korruption verurteilten ex OB Feldmann sehen kann…

Wir werden weiterhin alles in unserer Möglichkeit stehende unternehmen, um den von Mike Josef und Co. geplanten neuen Stadtteil im Nordwesten Frankfurts zu verhindern.

Für Eure Unterstützung möchten wir uns hiermit herzlich bedanken und wünschen Euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute für 2023.

Pressemitteilung: Wertsache Boden/denkwürdiges Treffen beim Regionalverband​ 12.12.2022

Im Rahmen unserer am 4.12. rund um das Mannheimer Schloss organisierten Protestveranstaltung hatten wir die Teilnehmer dazu eingeladen, einige Krumen des Bodens ihrer Region in einem mit
‚Wertsache Boden‘ beschrifteten Umschlag mitzubringen. Es kamen gut 100 Umschläge zusammen, für deren Übergabe wir einen Termin mit Ltd. Verbandsdirektor Trinemeier vereinbart hatten. Der Verlauf dieses von Herrn Trinemeier auf 10 Minuten begrenzten Treffens macht einmal mehr deutlich, wie wichtig eine Neubewertung des zentralen Anliegens ‚Bodenschutz‘ in der Priorisierung durch mit Planungsaufgaben betrauten Amtsträgern ist.

Die Bundesregierung, Landwirte, Umweltschützer und eine breite Koalition aus Fachleuten fordern eine konsequente Begrenzung neuen Flächenverbrauchs. Wenn der Direktor eines Regionalverbandes im Zusammenhang mit dieser Forderung vorgetragene Argumente als ‚schlicht‘ und gar als ‚Blödsinn‘ bezeichnet, kann dies nur deshalb als mahnender Nachhall eines allzu kurzsichtig agierenden Gestern zu den Akten gelegt werden, weil dieser Direktor nun in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Um so größer sind die Hoffnungen, die in die Mitglieder der Verbandsversammlung und deren künftige Direktorin Petra Schelkmann zu setzen sind, die sich dem Vernehmen nach u.a. des Themas ‚Kreislaufwirtschaft‘ annehmen möchte – hierzu muss unbedingt auch ein Flächen-Kreislauf gehören. Es ist der Regionalverband, der den Rahmen setzt, innerhalb dessen die Kommunen Baugebiete ausweisen dürfen. Unsere Forderung: Die Nutzung leer stehender Gebäude und brach liegender Flächen muss konsequenten Vorrang vor Neuversiegelung landwirtschaftlich genutzter oder naturnaher Flächen haben.

Wir bekräftigen: #Klimaschutz beginnt und endet beim – meist unterschätzten – Thema #Boden!

Zum Hintergrund:

Als Bundesbündnis Bodenschutz e.V. haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Interessen jener Ressource zu vertreten, die uns alle ernährt, unmittelbar ganz erheblich auf das Klima wirkt – und von der wir dennoch allein in der Metropolregion Rhein-Neckar Jahr für Jahr mehr als die Fläche von 500 Fussballfeldern vernichten: Unversiegelte Böden.

Kein Wunder also, dass die Bundesregierung bereits in 2002 bekanntgab, dass die Neuversiegelung auf netto Null heruntergefahren werden muss. Als Zwischenziel für 2020 wurden 30 ha/Tag festgesetzt. Leider ist die Realität eine ganz andere: Noch immer wird in Deutschland tagtäglich fast das Doppelte an Boden ‚verbraucht‘.

1 Kommentar
  1. Karlheinz Grabmann sagte:

    Klimaschutz in Frankfurt am Main

    Ich bekräftige ebenfalls die Forderung des Bündnis für Bodenschutz:
    Klimaschutz beginnt und endet beim Thema Boden!

    Daher auch die weitere Forderung:
    Die Nutzung leer stehender Gebäude und brachliegender Flächen muss konsequenten Vorrang vor Neuversiegelung landwirtschaftlicher genutzter oder naturnaher Flächen haben.

    STOPP Planung Neubaugebiet an der A 5

    Nach über hundert Jahren hemmungsloser Versiegelung von Ackerflächen durch Siedlungsgebiet- und Gewerbebau, zeichnet sich eine Neue Ära ab.

    Umbau, Ausbau und Aufstocken ist das neue begrüßendswerte Credo der Stararchitekten in Deutschland.

    Im großen Stil können alle Discounterflächen wie Aldi, Lidl, Rewe etc. in Frankfurt als Sofort-Pilot-Projekte umgesetzt werden.

    Am Besten durch Fördergelder, dies mach Sinn und fördert nicht nur den Klimaschutz. Desweiteren können hierdurch Auartiersgarangen entstehen, welche in allen Stadtteilen fehlen.

    Fordern Sie dies doch von den 20 OB Kandidaten in Frankfurt am Besten ein.

    Antworten

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