Hier ein weiterer Beitrag eines(r) unserer(s) Mitstreiter(innen) gegen einen eigenen Informationsstand anlässlich der Veranstaltung am 28.11.19

Was sind meine Gründe gegen einen Informationsstand der Bürgerinitiative? Ich bin dagegen, weil

  • wir gegen den Verbauung unversiegelter Flächen, insbesondere bester Ackerböden sind und im Speziellen das durch die Bebauung des Gebiets zwischen Frankfurt,  Oberursel und Steinbach die Kaltluftentstehungsflächen und Frischluftzonen zerstört werden!
  • ein Naherholungsgebiet für alle in den Städten Frankfurt, Oberursel und Steinbach verloren geht und damit ein eingeschränkte Lebensqualität gegeben ist,
  • die Frage der Energieversorgung (wo kommt das Wasser her, wo kommt der Strom her, wenn es jetzt schon Probleme mit der Nord-Südtrasse für den Windstrom) ungeklärt bzw. problematisch ist,
  • unklar ist, wie die verkehrliche Anbindung an Frankfurt erfolgt,
  • wir für den Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen und der Existenzgrundlage der hier arbeitenden Landwirte sind, schließlich werden hier Lebensmittel für uns alle produziert.

 

Die Felder zwischen Frankfurt und Weißkirchen und Steinbach sind Naherholungsgebiet für tausende Frankfurter und Bürger der angrenzenden Kommunen Steinbach und Oberursel Weißkirchen.

Die Funktion eines solchen Gebiets ist es, die Erholung und Freizeitgestaltung der Bevölkerung in den angrenzenden Stadtteilen und  der Region zu gewährleisten. Dabei ist es von  großer Bedeutung, dass diese Gebiet gar nicht oder nur gering bebaut ist, aber dennoch in unmittelbarer Reichweite zum Ballungsraum liegt, damit die Menschen dort auf kürzestem Wege Ruhe und Erholung finden.

Nicht selten haben diese Naherholungsgebiete den Charakter eines Naturschutzgebiets und sind besonders schützenswert.

Aber nicht nur allein der aktive Besuch des Naherholungsgebiets trägt zum Wohlbefinden der Menschen des angrenzenden Ballungsraums bei. Sowohl die frische Luft als auch die natürliche Landschaft tragen ungemein zur mentalen Erholung bei.

So auch die Felder zwischen Oberursel-Weißkirchen und Steinbach und der südlich gelegenen Stadt Frankfurt am Main, die nun im Rahmen eines neu geplanten Frankfurter Stadtteiles bebaut werden sollen.

Mit der Durchsetzung des Bebauungsplans würde nicht nur ein bedeutendes Naherholungsgebiet und eine Vielzahl von Menschen der umliegenden Kommunen Oberursel-Weißkirchen, Steinbach und der nördlichen Frankfurter Stadtteile Ihres Naherholungsgebiets beraubt werden. Auch der natürliche Lebensraum vieler lokal ansässiger Arten ginge verloren! Ganz abgesehen davon, dass hier beste Ackerböden, die wegen ihrer Beschaffenheit auch wochenlang ohne Waser einen guten Ertrag gewährleisten, dauerhaft vernichtet würden.

Mit einer Versiegelung der Böden ginge nicht nur ein weitere Veränderung des Grundwasserspiegels einher, auch würde durch die Bebauung massiv in die Frischluftzonen aus dem Taunus eingegriffen. Diese sind jedoch gerade für die Frankfurter von enormer Bedeutung, damit die Stadt sich gerade in den Sommermonaten nicht noch stärker aufheizt.

Die Mainmetropole Frankfurt hat schon heute einen riesigen Durst. Der Bedarf an Trinkwasser wird durch den geplanten neuen Stadtteil im Nordwesten weiter wachsen. Daher muss gerade jetzt auch angesichts der veränderten klimatischen Verhältnisse von der Stadt Frankfurt geklärt werden, wie für neue Bauvorhaben die Eigenversorgung mit Trinkwasser gesichert wird. Erst recht unter dem Aspekt, dass die einzigen eigenen Brunnen (Praunheim)  bebaut werden!

Das Klima ist ein gemeinschaftliches Gut von allen und für alle. Es ist auf globaler Ebene ein kompliziertes System, das mit vielen wesentlichen Bedingungen für das menschliche Leben verbunden ist. Die zunehmende Praxis einer veränderten Bodennutzung zuungunsten der Landwirtschaft wirkt sich fatal aus. Wir sind weit weg von dem gesteckten Ziel des Null-Flächen-Verbrauchs.

Viele von denen, die mehr Ressourcen und ökonomische oder politische Macht besitzen, scheinen sich vor allem darauf zu konzentrieren, die Probleme zu verschleiern oder ihre Symptome zu verbergen und sie versuchen nur die negativen Auswirkungen des Klimawandels kleinzureden.

Und deshalb wir wollen erst hören, wie es in einer Demokratie und in einem „offenen Prozess“ üblich ist, was geplant werden könnte, statt zu sagen, wie es gemacht und dementsprechend von der Stadt Frankfurt und Stadtrat Josef praktiziert  wird und nur noch das „Wie“ offen zu lassen.

Dass in allen sozialen und wirtschaftlichen Handlungen auch die Belange der Natur mit berücksichtigt werden, erfordert ein Denken in Beziehungszusammenhängen.  

Nur dann kann in einem offenen Dialog ein Konzept entwickelt werden, das von allen  Beteiligten getragen wird, wenn alle Argumente wertschätzend gleichgewichtet werden.


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