Gegen die Bebauung östlich und westlich der Autobahn A5. 

Es ist schon erschreckend! Immer wieder bekommt man, selbst von Menschen die es eigentlich wissen sollten, diese Totschlag Argumente zu hören: – Ja wo sollen denn die Leute wohnen – Frankfurt ist eine prosperierende Stadt – wir haben Fachkräftemangel aber für diese Menschen keine Wohnungen …. usw.

Ja was wurde denn die letzten Jahre in Frankfurt neu gebaut: Tausende von Luxuswohnungen und 2018 gerade mal 64 sogenannte bezahlbare Wohnungen. Von 4500 Sozialwohnungen sind nur noch 1000 übrig geblieben!

Die Bürgerinitiative „Heimatboden für Frankfurt – Feld statt Beton“ hat sich entschlossen keinen Infostand aufzubauen. Wir wollen nicht als schmückende Staffage für diese Veranstaltung benutzt werden.

Die Begründung:

Es war in den letzten 2 Jahren genug Zeit um ins Gespräch zu kommen. Ein Planungsdezernent der, bei seinen Nachbarn mit einer beispiellosen Arroganz, schon in seiner Begrüßung das Statement von sich gibt „Es ist keine Frage ob gebaut wird, sondern nur noch wann und wie“ der ist auch nicht dialogbereit. Was er auch immer wieder bewiesen hat. Sätze wie die Verunglimpfung von Kleingartenbesitzern die er als > unsoziale Besitzstandswahrer < beschimpft klingen noch in unseren Ohren. Fragen die wir bei etlichen öffentlichen Veranstaltungen, auch bei Stadtverordnetenversammlungen, an Herrn Josef gerichtet haben endeten in einen breiigen Monolog ohne Hand und Fuß. Da erscheint uns diese Einladung, jetzt 1 Minute vor 12.00 Uhr wie eine Alibiveranstaltung um zu demonstrieren wie aufgeschlossen Herr Josef doch auf seine Mitmenschen zugeht. Trotzdem werden wir am 28. November zu der Präsentation hingehen uns die Planung anschauen und den Rednern zuhören. Mit der Brechstange kann man nichts gestalten – nur zerstören.

Alle relevanten Gesetze, die im Zusammenhang mit dieser Bebauung heranzuziehen sind, werden missachtet oder klein geredet.

Ob es dabei um

  • Den vorgeschriebenen 400 m Abstand zu Höchstspannungsleitungen,
  • jahrzehntelang freizuhaltende Frischluftschneisen,
  • allerbeste Ackerböden mit 8 bis 10 Meter mächtigen Lehmlössböden,
  • Lärm- und Schadstoff Emissionen einer 10 spurigen Autobahn,
  • Landschaftsschutzgebiete
  • Wasserschutz bzw. Wassereinzugsgebiete (Praunheimer Brunnen),
  • eine vorhandene NATO Gasleitung,
  • die Zerstörung und Enteignung der Erwerbsgrundlage zahlreicher Landwirte,
  • Naherholung oder die Zerstörung vom Lebensraum für Menschen und Tiere geht.

Das sind nur die direkten Prämissen.

Obendrauf kommen noch die fatalen Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung von Frankfurt und den Anrainer Städten und Gemeinden. Zusätzlich zu den jetzt schon katastrophalen Verhältnisse sorgen wahrscheinlichere 40 bis 50 tausend Neubürger dazu, das Chaos bis zur Unerträglichkeit zu vergrößern.

Das gesamte Neubaugebiet soll durch die Verlängerung einer jetzt schon überlasteten U-Bahnstrecke erschlossen werden. Der Individualverkehr auf die jetzt schon täglich überlasteten Straßen, die allesamt durch engen Ortsdurchfahrten mit Tempolimit 30 Km/h Beschränkung abfließen. Das ist unzumutbar für die hier wohnende Bevölkerung.

Frankfurt hat so viele Probleme die zunächst mal für die ansässige Bevölkerung gelöst werden sollten bevor man solch ein  Mammutprojekt auch nur in Erwägung zieht.

Baugebiete in dieser Größenordnung verändern nicht nur die Lebensbedingungen großer Teile der Bevölkerung, auch die sich dadurch ergebenden Klimaveränderungen sind nicht hinnehmbar. Das ganze dann auch noch im Hinblick auf die drohende Erwärmung unseres Planeten, wo uns die Wissenschaft schon für 2030 für jeden fühlbare Veränderungen prognostizieren.

Der Verfasser ist ein Mitglied unserer Bürgerinitiative