Ich persönlich habe mich gegen einen Informationsstand unserer BI anlässlich der Vorstellung der Gutachten ausgesprochen, da

  • wir alle unsere Argumente bereits seit über zwei Jahren an zahlreichen Ständen in Frankfurt und der Region, anlässlich der von uns initiierten Petition mit über 16.700 Unterschriften, in der von uns an die Mitglieder des Regionalverbandes Süd, die @Bürgermeister der 75 dazugehörigen Kommunen und anlässlich der Im September veranstalteten Menschenkette ausgetauscht haben.
  • ich der Ansicht bin, dass die Gutachten nicht ergebnisoffen beauftragt wurden. Die Gutachten dienen lediglich als Alibi und zur Beruhigung der Kritiker „das sei ja alles von Experten überprüft und der Standort der am besten geeignete…“  
  • Wir darum gebeten hatten, die Ergebnisse der einzelnen Gutachten zur Analyse vorab zu erhalten, damit wir auf gleicher Höhe mit den Gutachtern diskutieren und auch Aussagen hinterfragen zu können. Unser Anliegen wurde verweigert. Ich sehe mich daher in meiner Auffassung bestätigt, dass in den Gutachten lediglich die Gründe zusammengetragen wurden, die für eine mögliche  Bebauung sprechen. Offensichtliche Gründe gegen eine Bebauung werden dagegen unterschlagen, negiert oder klein geredet.

Auch wenn die IHK jetzt neuen Wohnraum fordert, bleibe ich bei meiner Meinung. An dieser Stelle kann kein Wohnraum entstehen. Die Klimafunktion der Flächen, die gleichzeitig auch Einzugsgebiet für die Trinkwassergewinnung sprechen eindeutig dagegen.

Ich denke dass es viel wichtiger ist, den ÖPNV auszubauen und die angrenzenden Regionen besser an- und einzubinden. Es muss unser aller Ziel sein, die gesamte Infrastruktur in den etwas abseits liegenden Regionen wie dem Hintertaunus, Richtung Wetterau und Vogelsberg nachhaltig zu verbessern, damit bestehende Arbeitsplätze dort erhalten und neue geschaffen werden können. Es macht für mich keinen Sinn, wenn dort Häuser verfallen, während in Frankfurt Notstand an preiswertem Wohnraum herrscht.

Für mich ist Frankfurt an der Misere selbst der Hauptschuldige.
Die Stadtoberen und die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft ABG haben lange Zeit andere Ziele verfolgt. Es wurde versucht den Haushalt der Stadt durch den Verkauf von Wohnungen und durch Bodenspekulationen zu sanieren, statt preisgünstigen Wohnraum zu schaffen bzw. im Bestand zu halten.

Seit vielen Generationen sind von der Maßnahme bedrohte Ackerflächen im Eigentum meiner Familie. Ich sehe mich in der Verantwortung, dass diese landwirtschaftlich, klimatisch und für die Trinkwasserversorgung wertvollen Böden nicht versiegelt werden. Mein Ziel ist es, dass dort künftig ökologisch nachhaltig Lebensmittel produziert werden, Blühstreifen und Biotope für Flora und Fauna die Menschen erfreuen und dort Kaltluft entsteht, um das jetzt schon hitzeanfällige Frankfurt an heißen Tagen (Nächten) abzukühlen.

All das sieht die Frankfurter Betonlobby trotz zahlreichen Eingebungen von Bürgern, Ortsbeiräten, Nachbarkommunen und Bürgerinitiativen anders. Einer Diskussion mit uns ist man immer ausgewichen und hat sie sogar abgeblockt. In einer Informationsveranstaltung in Niederhöchstadt wurde mir das Mikrofon abgestellt, da nur Fragen aber keine Statements zugelassen wurden. Von daher sehe ich jetzt auch keinen Sinn mehr darin unsere Bedenken nun noch ein weiteres Mal vorzutragen, um damit der Stadt auch noch ein Alibi für ihr zweifelhaftes Handeln zu verschaffen.

Es ging und geht den Frankfurtern immer darum ihre Macht auszuspielen und ohne Rücksicht auf andere Fakten zu schaffen. 

Das haben hoffentlich nun auch genug andere erkannt und wehren sich  mit uns gegen diese Großmannssucht!

Ich bin auch der Ansicht, dass es genügend bereits versiegelte Brachflächen in Frankfurt und Rhein-Main gibt, die vorrangig bebaut werden sollten. Außerdem empfehle ich allen die sich mit dem Thema Bauen auseinandersetzen, die Streitschrift „verbietet das Bauen“ des Architekten Daniel Fuhrhop, welche das bestehende Potential für die Erschließung/ optimierte Nutzung bereits vorhandener Flächen und bestehender Bauten aufzeigt. Auch die Studie der Darmstädter FH mit dem PestelInstitut Hannover weist darauf hin, wo es künftig langgehen sollte. Daran müssen sich Stadtplaner künftig messen lassen.

Netto null Flächenverbrauch muss unser aller Ziel sein!. Was Frankfurt plant ist das krasse Gegenteil davon – purer Wahnsinn. Offensichtlich wollen sich Mike Josef und OB Feldmann auf unserem Feldland und auf Kosten der Allgemeinheit ein Denkmal setzen. 

Die aktuell kontrovers geführte Diskussion zeigt ganz klar, dass es hier nicht um sachliche Argumente und die Abwägung aller Fakten geht sondern um politische Machtkämpfe. Dies sieht man ganz klar in der gerade erfolgten Vorabstimmung zum geplanten Stadtteil im Regionalverband. Den Protagonisten aus Reihen der SPD (Schwindsüchtigste Partei Deutschlands) geht es nicht darum kostengünstigen und lebenswerten Wohnraum zu schaffen, sie wollen vielmehr ihre Freunde aus der Baulobby zufrieden stellen. Die Zustimmung in der Wählergunst schwindet so stark, dass sie sich an jeden vermeintlichen Strohhalm klammern und nur noch die Parole „Bauen Bauen Bauen“ herausschreien. Ich bin der Meinung dass es besser wäre, Mike Josef und OB Feldmann, diese beiden ebenso einfalls- wie rücksichtslosen Frankfurter Lokalpolitiker unverzüglich in die Wüste zu schicken!

Feldmann, der sich seinen OB Wahlkampf mit einer 100.000 Euro Spende von dem Idsteiner Bauunternehmer Bücher hat finanzieren lassen ist untragbar für die Stadt. Sein teilweise peinliches Agieren, sein Versorgungsposten bei der AWO den er für seinen Wahlkampf ausgenutzt hat, die gemäß Bericht der Hessenschau unangemessen hohe Bezahlung inclusive unzulässigem Dienstwagen seiner ebenfalls für die AWO tätigen Ehefrau werfen kein gutes Licht auf ihn. Er vertritt die Interessen der Betonlobby und gibt sich nach außen als Freund der kleinen Leute. Sein Buddy Mike Josef hat sich mit seiner „liebenswerten“ Art schon mehrfach selbst disqualifiziert!

Kein neuer Stadtteil, kein Monopoly zu Lasten der Landwirtschaft und der Anwohner, kein Beton auf unsere Äcker!  Never ever – das sind wir unseren Vorfahren (Frankfurter Landraub) und insbesondere unserer Nachwelt schuldig!

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