Passend zu unserem Beitragsbild „let it be(e)“ fordern die Ortsbeiräte der CDU im Frankfurter Nordwesten Mike Josef auf es sein zu lassen…

Die Arbeitsgruppe „Baugebiet A5“ fordert in der heute veröffentlichen Pressemitteilung unter dem Titel

Die Bürger haben wenig Interesse an dieser Planung“

einen „neuen Stadtverordnetenbeschluss zur „Stadterweiterung Nord-West“

Die CDU-Ortsbeiräte aus dem Frankfurter Nordwesten fordern Planungsdezernent Mike Josef zu mehr Ehrlichkeit und Realismus auf:

Der Magistrat sollte das Votum der Regionalversammlung ernst nehmen...

Stadtplanerische Utopien wie der aktuell vorgeschlagene Tunnel für die A5 bringen uns nicht weiter…

Die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger haben wenig Interesse an dieser mit großem PR-Aufwand beworbenen Planung

Die vorgestellten sieben „Studien zur städtebaulichen und landschaftsplanerischen Entwicklung“, die teilweise schon fertige Quartiere beschreiben, sind für Rätzke reine Augenwischerei.Sie machen den dritten Schritt vor dem notwendigen zweiten…

… Erst im Herbst 2021 sollen die Ergebnisse der Voruntersuchung, da sein – also nach den Kommunalwahlen. Damit haben die Wählerinnen und Wähler im nächsten März keine Möglichkeit, über dieses Projekt abzustimmen“, so der CDU-Ortsbeirat. Was die Bürgerinnen und Bürger aber jetzt schon wüssten:

Die Regionalversammlung, die das Planungsrecht im Rhein-Main-Gebiet setzt, hat mit ihrem Beschluss vom 13. Dezember 2019 einer Bebauung westlich der A5 erstmal einen Riegel vorgeschoben. Dieser Beschluss wird hier in fast allen Präsentationen einfach ignoriert“.

Rätzke fragt sich ohnehin, welche Aufgabenstellung die Architekturbüros eigentlich bekommen hätten. „Dazu steht bei `Frankfurt Fragt Mich` kein Wort“. Es falle nur auf, dass von den Planungsteams viele Aspekte nicht berücksichtigt wurden, die auch schon in den vom Planungsdezernat bisher vorgelegten Gutachten zum Großteil unter den Tisch gefallen seien:

Bestehende Landschaftsschutzgebiete, Kaltwindströme- und -entstehungsgebiete, Entwässerung und Trinkwasserschutzgebiete, Abstände zu Strom- und Gastrassen, Siedlungsabstände zwischen Frankfurt und den Taunusgemeinden, Abwicklung des Verkehrs für eine zusätzliche 30.000- Einwohnerstadt im Frankfurter Nordwesten und überhaupt das Mitdenken der bereits bestehenden Stadtteile.
„Diese Fakten und Problemstellungen sind im Römer auch bislang schon weitgehend ignoriert worden“, so Rätzke.

Mit Hilfe der sieben Planungteams sollen die Bürger verschaukelt werden! Es wird so getan, als ob dort ein neuer großzügiger Naherholungsraum entstehen soll.

Aber genau dieser Naherholungsraum ist schon da! Er hat mit die wertvollsten Böden, die es in Europa für die Landwirtschaft gibt, er verfügt über wichtige Trinkwasservorräte für Frankfurt, leitet in heißen Sommern erfrischende Kaltluft ins Stadtgebiet, hat viele stadtnahe Spazierwege in der Natur, die – wie jetzt jeder in der Corona- Krise merken konnte – ganz wichtig sind, und er ist für die Bürgerinnen und Bürger in der Nordweststadt, Niederursel und Praunheim ein Teil ihres Zuhauses.

Er würde mit dem ‚Stadtteil der Quartiere‘ unwiederbringlich zerstört!“.
PM 04.06.2020 Rätzke Baugebiet A5

1 Kommentar
  1. Petra Weihönig sagte:

    Wenn man die Vorgänge in Frankfurt betrachtet, drängt sich die Sichtweise auf, daß sich die SPD-geprägte Führungsebene für völlig unantastbar hält. Herr Josef hat in dieser Hinsicht nun nochmals „zugelegt“, nachdem OB Feldmann – trotz übler Verstrickungen seiner Gattin in der AWO-Affäre – keinerlei Konsequenzen gezogen hat, sondern alle Vorwürfe (auch gegen ihn selbst) ausgesessen hat; im Wissen, daß sein Stuhl nicht wackeln wird. Welche Gremien schützen die Herren Josef + Feldmann, daß sie glauben dürfen, für sie gälten demokratisch zustande gekommene Beschlüsse nicht ?

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