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Ganze Landstriche verlieren junge Menschen

Die Abwanderung der Jungen lässt ländliche Regionen veröden und führt zu Wohnungsnot in den Zentren. Eine Studie macht der Politik schwere Vorwürfe.

Ein exklusiver und aktueller Bericht der Wirtschaftswoche über die Landflucht der Jugend

Die Regionalforscher kommen in der Studie, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt, zum Schluss, dass Bundespolitiker sich mehr mit dem Ausbluten von Kleinstädten und Dörfern beschäftigen müssen.

Auch müsse die Landbevölkerung eher unterstützt werden , als die Großstädte.Auch Erleichterungen bei der Bürokratie spielten hier eine Rolle.

Die Fakten:

  • Während in der Bundesrepublik die Metropolen wachsen, veröden ganze Landstriche.
  • In 10 Jahren sind in Deutschland die Großstädte um 1,4 Millionen Einwohner gewachsen.
  • 52% der Kleinstädte sind zwischen 2005 und 2015 geschrumpft.
  • Wie viele Dörfer wohl geschrumpft sind?
  • 57% der Deutschen leben auf dem Land und keiner nimmt ihre Bedürfnisse ernst.
  • Es fehlt an Infrastruktur wie z.B. schnelles Internet, ÖPNV-Verbindungen usw.
  • Supermärkte ziehen sich auf dem Land zurück, wenn es denn überhaupt welche gibt. Bei uns hat man an jeder Straßenecke mehrere.
  • Schulen und Kindergärten werden auf dem Land mangels Nachfrage geschlossen.
  • In den Städten kommt der Bau neuer Einrichtungen nicht hinterher.
  • Firmen, Unternehmer, Ärzte und Gewerbetreibende verlassen die Dörfer.
  • Arbeitnehmer müssen immer größere Strecken zu ihrem Arbeitsplatz zurücklegen.
  • Die Politik fördert den ländlichen Raum nicht genug.
  • Damit verschärft die Politik die Wohnungsnot in den Städten und trägt zum Sterben der Dörfer bei.

 

2 Gedanken zu „Ganze Landstriche verlieren junge Menschen

  1. Meines Erachtens werden hier wichtige Sachverhalte angesprochen. Da läuft in der Politik grundsätzlich einiges verquer.
    Gerne verweisen die Städteplaner auf Mega-Städte wie Shanghai oder Tokio, womit sie ihre Städtebaupolitik rechtfertigen.
    Aber brauchen nicht etwa die Großstädte Lebensmittel, die sie ernähren? Ich möchte kein Gemüse und Salat aus Vertical-gardens essen.Ist in Shaanghai bereits Normalität. Auch dort wurde nichts gegen die Landflucht unternommen und so ist die Stadt nicht in der Lage, aus dem Umland versorgt zu werden. Außerdem ist sie ein Moloch.

  2. Genau hier liegt das Problem: Der Staat hat die Pflicht, für ausgewogene Lebens- und Arbeitsbedingungen in ganz Deutschland zu sorgen. Die momentan landesweite Landflucht basiert wesentlich auf der fehlenden Siedlungspolitik mit der Schaffung möglichst gleicher Infrastruktur im ganzen Land.
    Die Anziehungskraft der Ballungsräume wird also durch „Nichtstun“ der Politiker befördert.
    Unsere heimischen Politiker wurden gewählt, um für das Wohl der hier ansässigen Wähler zu sorgen und erst danach sich um mögliche Zuzügler zu bemühen.

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